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Video-Andacht: Nimm dich selbst nicht zu wichtig

Weil wegen der Coronakrise zurzeit Gottesdienste in der Grafschaft ausfallen, veröffentlicht GN-Online am Wochenende jeweils eine Video-Andacht aus einer örtlichen Kirchengemeinde. Diesmal aus der altreformierten Kirche Nordhorn mit Pastor Dieter Wiggers.

„Jeden Sonntag feiern wir ein kleines Osterfest. Darum geht es in jedem Gottesdienst. Und wir feiern es immer wieder, denn: Dass mit dem einen Osterfest nicht plötzlich alles und für immer gut ist, sehen und spüren wir manchmal sehr schmerzhaft“, sagt Pastor Dieter Wiggers von der evangelisch-altreformierten Kirche Nordhorn. Er gestaltet diesmal die GN-Video-Andacht. Unterstützt wird er an der Orgel von Gerrit Kortmann, das Video produziert hat Simon Alberts.

Video-Andacht: Nimm dich selbst nicht zu wichtig

„Nun geht es aber nicht darum, Tipps zu geben, was wir nun wieder alles besser zu machen haben“, betont Wiggers. Karfreitag und Ostern seien in erster Linie das Schauspiel Gottes, in das wir als Zuschauer mit hineingezogen seien. „So sind wir – vielleicht mal sehr wohltuend – aus dem Zentrum des Universums herausgerückt, was eine enorme Befreiung sein kann. Was zu Ostern anders ist: Nicht wir haben ein Licht angezündet oder müssen es irgendwie anzünden, sondern uns ist ein Licht aufgegangen – und das von anderswoher. Es ist ein Licht, das von nun an unaufhaltsam und unermüdlich in unser Leben hineinleuchtet und sich immer und immer wieder Platz verschafft.“

Die Jünger, die nach dem Markusevangelium sich nach der Kreuzigung Jesu auf den Weg zurück in ihre Heimat, in ihren Alltag gemacht haben, seien dort mit dem Auferstandenen konfrontiert, erklärt Wiggers: „In Hoffnung, Vergebung, Liebe und Weite erkannten sie inmitten aller Dunkelheiten ihren auferstandenen Herrn. So blüht in allen Dunkelheiten das Leben auf.“

Jeden Sonntag neu feiern die Christen dieses Ereignis und geben so der Auferstehung Christi Platz in dieser Welt. „Das führt zur manchen Entkrampfungen. Dieser Platz, dem wir dem Auferstandenen im Zentrum geben, löst manche Verkrampfung und Überforderungen, durch die unser Leben gekennzeichnet ist und unter dem das ganze Leben leidet. Wir bekommen endlich die Hände frei, um das zu tun, wozu wir geschaffen sind.“