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Video-Andacht: Glaube schafft Verbindung

Weil wegen der Coronakrise zurzeit viele Gottesdienste ausfallen, veröffentlicht GN-Online jedes Wochenende eine Video-Andacht aus einer örtlichen Kirchengemeinde. Heute mit Gemeindereferentin Schwester Johanna und Pastoralassistentin Julia Kampsen.

Der Gildehauser Weg ist normalerweise viel befahren. Am Blankeplatz schlängeln sich Blechlawinen vorbei. Wer aber zurzeit durch den Nordhorner Stadtteil Blanke fährt, der merkt, dass es deutlich ruhiger ist als sonst.

 Schwester Johanna

Schwester Johanna

Das fällt auch Schwester Johanna auf. Die Gemeindereferentin lebt und arbeitet am Kirchturm der Elisabethkirche. Ihre Erfahrung dieser unwirklichen Zeit bringt sie in Verbindung mit den Ereignissen, die an Palmsonntag gefeiert werden. Jesus ist damals, kurz vor seinem Leiden und Sterben nach Jerusalem gegangen. Die Einfallsstraße von Jerusalem war laut, voll mit Menschen, und die Massen jubelten ihm zu. Die Menschen warfen ihre Kleider auf den Boden, bereiteten Jesus den Weg und jubelten ihm mit Palmzweigen zu.

Diese Geschichte scheint gerade wie ein Kontrastprogramm zu unserer momentanen Situation. Alle Massenveranstaltungen sind abgesagt und viele Menschen suchen nach etwas, das sie verbindet. Schwester Johanna erzählt von den Erfahrungen in Italien. Dort ist es vor allem die Musik, die Menschen verbindet. Von Balkonen wird gemeinsam gesungen und Gemeinschaft gelebt. Die Menschen in Jerusalem haben der Glaube an und die Begeisterung für Jesus verbunden. Gemeinsam jubeln sie Jesus zu und singen „Hosianna“. Schwester Johanna ruft alle Christen dazu auf, diese Verbindung heute zu suchen und zu leben.

Julia Kampsen

Julia Kampsen

Pastoralassistentin Julia Kampsen zeigt, wie dies gelingen kann: Sie setzt sich in den Kirchturm von St. Elisabeth und stimmt mit ihrer Klarinette ein Lied an: „Großer Gott, wir loben dich“, schallt es so über den Gildehauser Weg.

Viele Katholiken nehmen an Palmsonntag Buchsbaumzweige aus den Kirchen mit nach Hause. Diese sollen die Palmzweige darstellen und so das Lob Gottes und seinen Segen in die Häuser bringen. Julia Kampsen segnet in der Andacht solche Zweige und ruft dazu auf, dies ebenso zu Hause zu tun. Das Lob der Menschenmassen aus Jerusalem verbindet so auch in dieser einsamen Zeit.