Grafschafter Nachrichten
26.04.2020

Video-Andacht: Auferstehung heißt, der Tod hat keine Macht

Video-Andacht: Auferstehung heißt, der Tod hat keine Macht

Weil wegen der Coronakrise zurzeit viele Gottesdienste in der Grafschaft ausfallen, veröffentlicht GN-Online Video-Andachten. Diesmal mit Pastor Hanno Sommerkamp von der Baptistenkirche in Nordhorn.

Die Geschichte von Jesus ist eine Geschichte des Scheiterns. So klingt es, wenn man das ursprüngliche Ende des Markus-Evangeliums liest: „Sie flohen von dem Grab. Denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie fürchteten sich sehr.“ „Warum hat Markus nicht weiter geschrieben?“, fragt Pastor Hanno Sommerkamp von der Baptistenkirche in Nordhorn in seiner GN-Video-Andacht: „Was wollte er uns damit sagen, dass er für sein Evangelium ein so merkwürdiges Ende wählt?“

„Seine Leser sollten beim Lesen einen dicken Hals bekommen. Die sollen sich aufregen, wenn Sie diese Geschichte hören. Sie sollen sagen: Das kann doch nicht wahr sein!“, stellt Sommerkamp fest. „Diese Geschichte will uns provozieren. Dass wir sagen: Doch! Wir hätten es anders gemacht.“

Diese Geschichte soll beim Leser ein Nachdenken in Gang setzen, meint Sommerkamp. „Auf der einen Seite die Jünger, die alle miteinander, Männlein wie Weiblein, versagt haben. Aber auf der anderen Seite weiß der Leser: Ich bin ja doch Christ geworden. Warum? Weil mir das Evangelium verkündigt wurde.“

Am Ende fasst Pastor Sommerkamp zusammen: „Auferstehungsbotschaft heißt, dass selbst durch das größte Scheitern hindurch, dem Verrat an dem Freund, sich diese Botschaft nicht kleinkriegen lässt. Auferstehungsbotschaft heißt, dass selbst das größte Scheitern, der Tod in diesem Leben, eben keine Macht mehr hat.“

Darum könne die Osterbotschaft weitergegeben werden - auch wenn es oft nur zaghaft und zögerlich und ängstlich geschieht: Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

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