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16.03.2020, 13:25 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Tipps zum Erhalt der psychischen Gesundheit für Schüler

Das Projekt „ACTiv“ der Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim hat zum Ziel, Schülerinnen und Schülern Tipps zu geben, wie sie ihre psychische Gesundheit erhalten können. In diesem Zusammenhang wurde ein Handbuch erstellt.

Heinrich Marheinke und Katharina Bölle,Lehrer an den Berufsbildenden Schulen Gesundheit und Soziales (BBSGS); Dr. Annegret Hölscher, Leiterin der Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim; Fabian Herdes, Psychologe und ACT Trainer, Dr. Ansgar Siegmund, Chefarzt für Psychiatrie und Psychotherapie an der Euregio-Klinik; und Gitta Mäulen, Fachbereichsleiterin Soziales und Gesundheit, stellen das Gesundheitsprojekt „ACTiv“ vor. Foto: Wohlrab

Heinrich Marheinke und Katharina Bölle,Lehrer an den Berufsbildenden Schulen Gesundheit und Soziales (BBSGS); Dr. Annegret Hölscher, Leiterin der Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim; Fabian Herdes, Psychologe und ACT Trainer, Dr. Ansgar Siegmund, Chefarzt für Psychiatrie und Psychotherapie an der Euregio-Klinik; und Gitta Mäulen, Fachbereichsleiterin Soziales und Gesundheit, stellen das Gesundheitsprojekt „ACTiv“ vor. Foto: Wohlrab

Nordhorn „Psychische Gesundheit – Was ist das?“ „Was macht uns zufrieden?“ und „Wie werde ich achtsam?“: Auf Fragen wie diese finden Grafschafter Schülerinnen und Schüler künftig Antworten in einem Handbuch, das weiterführenden Schulen zur Verfügung gestellt werden soll. Das Manual ist ein Ergebnis aus der Arbeit des innovativen Gesundheitsprojektes „ACTiv“ zur Förderung der psychischen Gesundheit von Jugendlichen, das von 2017 bis 2019 in der Grafschaft Bentheim umgesetzt wurde. Die Initiatoren und Projektverantwortlichen stellten das Handbuch für Jugendliche jetzt vor. Das Land Niedersachsen förderte das zweijährige Multiplikatoren-Projekt der Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim mit einer Summe von 95.400 Euro. Ziel von „ACTiv“ ist die Förderung von Resilienz und Selbstwirksamkeit bei Jugendlichen. ACTiv basiert auf den Erkenntnissen und Ansätzen der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). Diese dient der Erweiterung psychischer Flexibilität und fördert eine offene, präsente sowie wertschätzende Grundhaltung. Durchgeführt wurde das Projekt von der Gesundheitsregion, den Berufsbildenden Schulen Gesundheit und Soziales (BBSGS) sowie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Euregio-Klinik. Erreicht wurden die Ziele durch den Multiplikatorenansatz des Projekts. Durch die Vermittlung des ACT-Gedankens im Rahmen eines intensiven Trainings an den Berufsbildenden Schulen wurden die Beteiligten befähigt, das Erlernte an andere Schüler und weitere Jugendliche zu vermitteln.

Zufrieden zeigten sich die Projektverantwortlichen zum Abschluss des Projekts: „Das Projekt wirkt nachhaltig, nicht nur durch den Muliplikatorenansatz“, betonen Dr. Ansgar Siegmund, Chefarzt für Psychiatrie und Psychotherapie der Euregio-Klinik, Fabian Herdes, ACTiv-Projektleiter, Heinrich Marheineke und Katharina Bölle (Berufsbildende Schulen Gesundheit und Soziales) sowie Gitta Mäulen, Leiterin des Fachbereichs Soziales und Gesundheit, und Dr. Annegret Hölscher, Leiterin der Gesundheitsregion. „Ergebnisse der Testungen der Schüler belegen die Wirksamkeit: Nach einem Jahr Intervention konnten die Schüler ein gesteigertes Wohlbefinden feststellen.“ Nachhaltig wirkt das Projekt auch durch das neue Handbuch: 60 Seiten umfasst das Manual mit praktischen Tipps zum Erhalt und zur Förderung der psychischen Gesundheit, das hauptsächlich vom Projektleiter und Psychologen Fabian Herdes entwickelt wurde. Der Inhalt des Manuals wurde mit Schülern der Klasse 12 in der Praxis erprobt. „Durch den Kurs habe ich gelernt, mich selber anders wahrzunehmen und fühle mich wohler. Außerdem kann ich in Situationen besser reagieren, da ich die Situationen aufmerksamer und konzentrierter wahrnehme“, schreibt eine Schülerin des Kurses. Das Manual solle ein Leitfaden durch das komplizierte und manchmal verwirrende Leben von Jugendlichen darstellen, so die Projektverantwortlichen weiter. Ergänzt werden die Hintergrundinfos zur psychischen Gesundheit mit praktischen Tipps und zum Beispiel eine Achtsamkeitsmeditation.

Die Verantwortlichen freuen sich, dass sie weiterführenden Schulen der Grafschaft dieses Manual zum Einsatz im Unterricht zur Verfügung stellen können. „So kommt dieses Vorhaben direkt den Jugendlichen von morgen in der Grafschaft zugute“, betonen die Projektinitiatoren abschließend und bedankten sich ausdrücklich bei dem Projektleiter Fabian Herdes für seine Arbeit. Weiterführende Schulen können das Manual als Klassensatz bei der Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim per E-Mail formlos unter Angabe von Einsatzzweck und Klassengröße beantragen. Die Gesundheitsregion weist daraufhin, dass die Anzahl der kostenlosen Manuals begrenzt ist. Ansprechpartner: Dr. Annegret Hölscher, Telefon 05921 961867, E-Mail annegret.hoelscher@grafschaft.de

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