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28.02.2019, 16:10 Uhr

Theaterstück stellt unbequeme Fragen zur inneren Sicherheit

Das Schauspiel „Heilig Abend“ des Autors Daniel Kehlmann geht am Sonnabend, 2. März, auf der Bühne des Nordhorner Konzert- und Theatersaals am Ootmarsumer Weg der Frage nach, was in Zeiten von Terror und totaler Überwachung erlaubt ist.

Theaterstück stellt unbequeme Fragen zur inneren Sicherheit

Jacqueline Macaulay und Wanja Mues stehen am 2. März auf der Bühne des KTS. Foto: Loewe

Nordhorn Das Zwei-Personen-Stück, von der Konzertdirektion Landgraf als „kompakter, exzellent gebauter Thriller inszeniert“, will das Publikum zu Zeugen eines „packenden Katz-und-Maus-Spiels“ machen, bei dem die Grenzen zwischen Freiheit und Sicherheit verschwinden und die Frage im Raum steht: Welcher Zweck heiligt welche Mittel?

Zum Inhalt: Es ist der 24. Dezember, halb elf Uhr abends. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: Nur genau 90 Minuten hat Verhörspezialist Thomas Zeit, gespielt vom TV-Schauspieler Wanja Mues (Privatdetektiv Leo Oswald in der ZDF-Serie „Ein Fall für zwei“), um von der linksintellektuellen Philosophie-Professorin Judith zu erfahren, ob tatsächlich, um Mitternacht eine – gemeinsam mit ihrem Ex-Mann Peter geplante – Bombe hochgeht. Dem Polizisten bleiben nur diese wenigen Minuten, um herauszufinden, wo die Bombe ist und – falls es sie gibt – sie zu entschärfen. Und dazu ist ihm alles recht. Aber wo endet List und wo beginnt unzulässige Täuschung, wenn unbelegte Vorwürfe wie Fakten behandelt werden? Ist das Ganze doch nur eine Übung für eines von Judiths Philosophie-Seminaren, wie sie behauptet?

Das Verhör spiegelt den Konflikt zwischen Freiheit und Sicherheit wider, aber es wird auch zum Schlagabtausch zwischen System und Systemkritik. Der vielfach für seine Belletristik und Theaterstücke ausgezeichnete Bestseller-Autor Daniel Kehlmann verhandelt in „Heilig Abend“ die Überwachungsmechanismen zur Terrorbekämpfung sowohl aus staatlicher wie philosophischer Sicht.

Eintrittskarten sind zum Preis von 17 Euro erhältlich. Bei Vorlage der GN-Service-Card wird ein Preisnachlass gewährt, der Abendkassen-Zuschlag beträgt 2 Euro. Karten sind im Vorverkauf online zu erwerben über www.gn-ticketshop.de oder www.proticket.de, im GN-Verlagshaus am Coesfelder Hof 2, beim VVV Nordhorn, in Georgies CD- und LP-Laden sowie bei allen „ProTicket“-Vorverkaufsstellen und über die Hotline 0231 9172290.

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