Grafschafter Nachrichten
16.02.2015

Startschuss für schnelles Internet in Nordhorn

Startschuss für schnelles Internet in Nordhorn

Das Erste von 140 Multifunktionsgehäusen (MFG) wurde gestern in Nordhorn aufgestellt. Hierdurch will die Telekom schnelleres Internet in Nordhorn ermöglichen. Foto: Kersten

Noch schnelleres Surfen im Internet: Die Telekom hat mit dem Ausbau ihrer Glasfaserkabelleitungen begonnen und verspricht Internetverbindungen von bis zu 100 Megabit pro Sekunde.

Nordhorn. Ein großer grauer Kasten hängt an dem Kran der Nordhorner Rohrleitungstiefbaufirma Hesselink. Langsam wird er in die Fassung im Gehweg eingelassen. Multifunktionsgehäuse nennt sich diese graue Monstrosität, kurz: MFG. Es ist der Erste von 140 Kästen, die im Laufe des Jahres in Nordhorn aufgestellt werden.

MFG bilden die Schnittstelle zwischen der Nordhorner Vermittlungsstelle der Deutschen Telekom und den einzelnen Haushalten. Von der Vermittlungsstelle aus werden Glasfaserkabel bis zu dem MFG verlegt und von dort aus verlaufen Kupferkabel in die einzelnen Haushalte.

„Das Kupferkabel ist beim Breitbandausbau der begrenzende Faktor“, erläutert Arnold Diekmann von der Deutschen Telekom. Um die angepeilten 100 Megabits pro Sekunde dennoch erreichen zu können, wird in die grauen Kästen eine sogenannte „Vectoring“-Technik eingebaut. „Dadurch wird der elektromagnetische Fehler in den Kupferkabeln korrigiert und wir können so die 100 Megabits pro Sekunde erreichen“, erklärt Manfred Rücker, Vertriebsbeauftragter der Telekom.

24300 Nordhorner Haushalte will das Unternehmen somit bis Ende September, Anfang Oktober mit der schnelleren Internetverbindung ausstatten.

„Seit ich Bürgermeister bin, ist der Breitbandausbau ein ständiges Thema“, erzählt Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling: „Die Bürgerinnen und Bürger warten sehnsüchtig auf eine schnellere Anbindung.“

Von dem Glasfaserausbau profitieren, nach Angaben des Bürgermeisters rund 98 Prozent der Nordhorner. Lediglich „kleine Bereiche“, namentlich Hestrup und Bimolten, werden von dem Glasfaserausbau nicht profitieren, wenngleich sie im Vorwahlbereich 05921 liegen. Der Grund: Das Netz der Telekom erstreckt sich von der Vermittlungsstelle aus sternenförmig und orientiert sich dabei nicht an den Gemeindegrenzen.

„Nordhorn wird sowohl als Lebensmittelpunkt als auch als Wirtschaftsstandort von den schnellen Internetanschlüssen profitieren“, ist sich Berling sicher.

Das Verlegen von rund 64 Kilometer Glasfaser kostet etwa 4,5 Millionen Euro. Diese werden gänzlich von der Telekom getragen, wie diese versicherte.

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