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07.08.2020, 14:20 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Stadtbibliothek Nordhorn: Im Corona-Sommer fleißig genutzt

Bücher und Gesellschaftsspiele bringen Abwechslung in den Alltag. Foto: privat

Bücher und Gesellschaftsspiele bringen Abwechslung in den Alltag. Foto: privat

Nordhorn Die Stadtbibliothek Nordhorn hat ihre Türen bereits seit dem 22. April wieder geöffnet, allerdings ist der Betrieb aus Infektionsschutzgründen auf Ausleihe, Rückgabe und Anmeldung beschränkt. Lesetische und -ecken sowie Computerarbeitsplätze können zurzeit nicht genutzt werden, und die Besucher werden gebeten, den Aufenthalt so kurz wie möglich zu halten. Dennoch machen sich viele Grafschafter regelmäßig auf den Weg, um sich mit Romanen, Kinderbüchern oder Filmen einzudecken. „Was die monatlichen Ausleihzahlen angeht, haben wir inzwischen fast wieder das Niveau des Vorjahres erreicht“, berichtet die Leiterin Martina Kramer. „Wurden im Juli 2019 knapp 35.000 Bücher und andere Medien entliehen, so sind es im Vergleichsmonat 2020 rund 33.500. Es wurden also gerade einmal 1500 Medien weniger ausgeliehen, als im Jahr vor der Krise“, so Kramer weiter.

Gefragte Gesellschaftsspiele

Ein relativ junges Angebot der Bibliothek verzeichnet sogar starke Wachstumsraten: „Die Gesellschaftsspiele erfreuen sich zunehmender Beliebtheit“, stellt Kramer fest. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl ausgeliehener Spiele um knapp 170 Prozent gestiegen. „Viele Menschen bleiben aufgrund von Corona in diesem Jahr zu Hause, da ist der Bedarf an Unterhaltung und Beschäftigung besonders groß“, vermutet die Bibliotheksleiterin.

Insgesamt 5700 Menschen aus Nordhorn und der Grafschaft haben die Bücherei im Monat Juli besucht. Um die notwendigen Abstandsregeln einhalten zu können, ist der Besuch aktuell auf maximal 20 Personen gleichzeitig beschränkt. Geregelt wird dies durch die Ausgabe von Einkaufskörben. Sind alle Körbe unterwegs, muss vor der Tür gewartet werden. „Das Hygienekonzept wird von allen akzeptiert. Die meisten kommen ganz selbstverständlich mit Mund-Nasenschutz und auch die Desinfektionsspender im Eingangsbereich sowie auf den Toiletten werden genutzt“, berichtet Kramer.

Virtueller Büchereibesuch

Wer zurzeit dennoch lieber nicht in die Bibliothek gehen möchte, muss nicht auf Lesestoff verzichten. Seit vielen Jahren gibt es mit dem Bibliothekskonto auch die Möglichkeit, E-Books und andere elektronische Medien kostenlos herunterzuladen. Seit Mai steht zusätzlich ein Streamingdienst für Filme, Serien und Dokumentationen zur Verfügung. Diese digitalen Angebote können bequem von zu Hause aus genutzt werden. Dennoch hofft die Bibliotheksleiterin, dass unter Einhaltung der notwendigen Hygieneauflagen bald auch wieder längere Aufenthalte in der Bibliothek möglich sind: „Vor der Krise hatten wir jeden Morgen Gäste, die die Zeitung gelesen und einen Kaffee getrunken haben. Am Nachmittag haben sich viele Schulkinder und Jugendliche getroffen, um gemeinsam in der Bibliothek Hausaufgaben zu machen oder das freie WLAN zu nutzen“. Somit habe die Bibliothek als offenes Haus auch eine wichtige soziale Funktion. Auch der „Julius-Club“, der Sommerleseclub für Kinder und Jugendliche von elf bis 14 Jahren, findet statt – allerdings ohne Workshops und Clubtreffen.

Hoffnung auf Rückkehr zur Normalität

Mit Blick auf die Corona-Verordnungen und denkbare Lockerungen hat das Bibliotheksteam bereits Ideen für die schrittweise Rückkehr zur Normalität entwickelt. Zurzeit arbeiten sie an einem Hygienekonzept für Abendveranstaltungen. „Wenn alles gut läuft, können wir ab September wieder Lesungen mit bekannten Autoren anbieten“, hofft Kramer. Weitere Informationen gibt es auf www.nordhorn.de.

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