21.04.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Stadt Nordhorn schaltet ab Mai EPS-Hotline

Bei Baumkontrollen haben Mitarbeiter der Stadt Nordhorn erste Raupen des Eichenprozessionsspinners gesichtet. Die Nestbildung dürfte Mitte Mai erfolgen. Dann will die Stadt mit dem Absaugen beginnen. Ab dem 4. Mai schaltet die Stadt eine Info-Hotline.

Zu befallenen Eichen sollte man am besten Abstand halten, empfiehlt die Stadt Nordhorn. Archivfoto: Hille

Zu befallenen Eichen sollte man am besten Abstand halten, empfiehlt die Stadt Nordhorn. Archivfoto: Hille

Nordhorn „Die Raupen sind in ihren ersten Lebensphasen noch ungefährlich und halten sich ausschließlich hoch in den Baumkronen auf. Erst nach einigen Wochen bilden sie Brandhaare, die beim Menschen allergische Reaktionen auslösen können. Gleichzeitig bauen sie dann auch ihre charakteristischen Nester an den Baumstämmen“, teilt die Stadt mit. Das werde etwa Mitte Mai der Fall sein, sofern die Raupen sich jetzt etwa im gleichen Tempo weiterentwickeln wie im vergangenen Jahr.

„Der Lebenszyklus der Raupen hängt stark vom Wetter ab“, erläutert der Fachbereichsleiter für Öffentliche Flächen, Ansgar Künnemann. Erst wenn die Raupen in den Nestern sind, seien die Absaugarbeiten sinnvoll. Für diese Arbeiten habe die Stadt Nordhorn bereits fünf Teams verschiedener Fachfirmen verpflichtet. „Die Firmen stehen auf Abruf bereit und können bei Bedarf kurzfristig loslegen“, heißt es.

Wo zuerst abgesaugt werden soll und wo zuletzt, geht aus einem kategorisierten Straßenverzeichnis hervor, das die Stadt Nordhorn auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat. Das gesamte Stadtgebiet wurde entsprechend der Empfehlungen des Landesgesundheitsamtes in vier Kategorien eingeteilt. Bäume an Straßen, Plätzen und öffentlichen Gebäuden der Kategorie 1 haben die höchste Priorität und werden als erstes abgesaugt. Danach folgen die Standorte der Kategorien 2 und 3. An Standorten der Kategorie 4 finden keine Absaugungen statt. „Außerdem darf und wird die Stadt keine Maßnahmen an privaten Bäumen erledigen“, stellt Künnemann klar.

Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass es wie in den Vorjahren vermehrt zu Fragen seitens der Bürger zum Thema Eichenprozessionsspinner kommen wird. Auf einer Internetseite der Stadt werden die häufigsten Fragen beantwortet. Dort kann auch das kategorisierte Straßenverzeichnis heruntergeladen werden. Ab Montag, 4. Mai, wird zusätzlich eine Info-Hotline geschaltet. Sie ist unter der Telefonnummer 05921 878-777 von Montag bis Donnerstag zwischen 7.30 und 16 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr erreichbar.

Die Hotline sei aber nicht dazu da, gesichtete Nester zu melden, sagt Künnemann: „Das Melden von Nestern ist in diesem Jahr gar nicht mehr notwendig, da wir leider ohnehin davon ausgehen müssen, dass die Raupen überall sind.“ Die Bekämpfung sei daher bereits für das gesamte Stadtgebiet vorgeplant worden. „Das Wichtigste beim Eichenprozessionsspinner ist es, Abstand von den Raupen und Nestern zu halten, um Auswirkungen auf die Gesundheit zu vermeiden. Damit kennen wir uns aufgrund der Corona-Situation ja inzwischen alle aus“, meint Künnemann.

Infos: www.nordhorn.de/eps

Hotline: 05921 878-777

Die Stadt Nordhorn will Eichenprozessionsspinner mit speziellen Fallen bekämpfen. Dennoch ist auch in diesem Jahr wieder mit einer Plage zu rechnen.
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