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25.03.2020, 12:47 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Spenden aus Nordhorn retten 1252 Mal Augenlicht

„Nordhorn hat ein Herz für blinde Menschen“, so die Christoffel-Blindenmission. Bei einer Spendenaktion kamen 37.582 Euro zusammen. Mit dem Geld können 1252 Menschen in Asien, Afrika oder Lateinamerika am Grauen Star operiert werden.

Die Nachuntersuchung bestätigt es, Mazaga Mahorosho (rechts) wurde erfolgreich am Grauen Star operiert.Foto: CBM

Die Nachuntersuchung bestätigt es, Mazaga Mahorosho (rechts) wurde erfolgreich am Grauen Star operiert.Foto: CBM

Nordhorn Menschen mit Sehbehinderungen in Entwicklungsländern zu helfen, das liegt den Einwohnern aus Nordhorn am Herzen. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) hat im vergangenen Jahr von 264 Bürgerinnen und Bürgern aus Nordhorn insgesamt 37.582 Euro an Spenden erhalten. Mit dem Geld kann die CBM 1252 Menschen in Asien, Afrika oder Lateinamerika am Grauen Star operieren und so Augenlicht schenken. Weltweit sind 36 Millionen Menschen blind. Davon sind alleine 12,6 Millionen durch Grauen Star erblindet, einer Trübung der Augenlinse. Mit einer kleinen Operation könnten sie wieder sehen. Durchschnittlich kostet ein solcher Eingriff in den Projekten der CBM nur 30 Euro, bei Kindern wegen der benötigten Vollnarkose 125 Euro. Doch das sind Beträge, die sich viele der Betroffenen in Entwicklungsländern nicht leisten können.

Durchblick dank Kunstlinsen

So war es auch bei Mazaga Mahorosho aus Tansania. Der 45-Jährige handelt mit Getreide und Mais. Damit kann er seine Frau und die fünf Kinder gut versorgen. Doch nach und nach trüben sich die Linsen seiner Augen, er kann immer schlechter sehen und kaum noch arbeiten. Als Mazagas Geschäfte völlig zum Erliegen kommen, muss er auf seine wenigen Ersparnisse zurückgreifen. Der Familienvater macht sich große Sorgen um die Zukunft. Denn sobald seine Rücklagen aufgebraucht sind, muss die Familie hungern. Doch plötzlich gibt es Hoffnung: Mazaga erfährt vom CBM-geförderten CCBRT-Krankenhaus in Daressalam und lässt sich sofort hinbringen. Dort wird festgestellt, dass er an Grauem Star erkrankt ist. Zwei kleine Operationen können ihm helfen: Innerhalb weniger Tage werden die trüben Augenlinsen gegen künstliche getauscht. Mazaga kann wieder klar sehen und jubelt: „Ich bin so glücklich, jetzt kann ich meine Geschäfte fortsetzen und muss keine Angst mehr um meine Familie haben. Vielen Dank.“

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