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05.11.2019, 17:45 Uhr

Sozialverband registriert zunehmende Altersarmut

Zunehmende Altersarmut, die medizinische Versorgung und die Barrierefreiheit waren Themen beim Seniorennachmittag des Ortsverbands Nordhorn im Sozialverband Deutschland (SoVD).

Sozialverband registriert zunehmende Altersarmut

Mitglieder des Vorstandes des SoVD-Ortsverbandes Nordhorn begrüßten zum Seniorennachmittag Thomas Berling (rechts) und Uwe Fietzek (links daneben). Das Bild zeigt (von links) Bruno Jansen, Günter Schroven (SoVD), Helmut Lotze, Anita Lotze sowie die Frauensprecherinnen Hannelore Jansen und Elsbeth Stöppelkamp.Foto: privat

Nordhorn Schatzmeister Helmut Lotze führte als Vertreter des erkrankten Vorsitzenden Bernhard Alferink die Besucher im Saal des Hotels Rammelkamp durch das Programm und begrüßte die Ehrengäste. Lotze verlas die von Alferink verfasste Ansprache, in der der Vorsitzende eine rapide voranschreitende Altersarmut feststellte. Immer mehr Grafschafter Bürger müssten um einen Termin in der SoVD-Geschäftsstelle bitten. Von der Politik in Berlin forderte er einen Beschluss zur Grundrente. Die Politik müsse sich auch schon heute dafür starkmachen, jüngere Ärzte in die Grafschaft zu holen. Lob gab es für den Einsatz der Ärzte und des Pflegepersonals, die in den Kliniken und Pflegeeinrichtungen der Grafschaft arbeiten.

Landrat Uwe Fietzek bedankte sich beim SoVD-Ortsverband Nordhorn für dessen ehrenamtliches Engagement. Für seine fast 2000 Mitglieder biete der Ortsverband mit seinen zahlreichen Veranstaltungen Wege aus der Einsamkeit, sagte Fietzek. Er berichtete, dass derzeit die medizinische Versorgung im Landkreis noch intakt sei. Allerdings gebe es viele Ärzte, die in nicht allzu ferner Zukunft in Rente gehen würden. Gleichzeitig fehle es an Nachwuchskräften im medizinischen Bereich.

Der Landkreis, versprach Fietzek, werde sich aktiv um den Zuzug jüngerer Ärzte bemühen. Ähnliches gelte für den Beruf der Alten- und Krankenpflege. Fietzek forderte mehr gesellschaftliche Anerkennung, bessere Rahmentarife und eine damit verbundene bessere Bezahlung der Pflegeberufe. Für die Barrierefreiheit werde es neue Projekte für seh- und hörbehinderte Menschen sowie für Rollstuhlfahrer in der Grafschaft geben und entsprechende gesetzliche Vorgaben.

Bürgermeister Thomas Berling lobte den SoVD-Ortsverband für dessen Einsatz für die Stadt. Dies gelte vor allem bei der Herstellung der Barrierefreiheit. Auch wenn Nordhorn bei der Barrierefreiheit hervorragend dastehe, gebe es immer noch Ecken, die verbessert und ausgebaut werden müssten: „Da zähle ich auf Hilfe des SoVD und der anderen Verbände.“

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