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30.09.2019, 17:53 Uhr

Selbsthilfemarkt vermittelt erste Kontakte

Wie bunt und vielfältig die Selbsthilfe in der Grafschaft ist, zeigte sich beim 8. Selbsthilfetag im NINO-Hochbau: Mehr als 50 Gruppen präsentierten sich auf einem „Markt der Möglichkeiten“, der vom Ersten Kreisrat Uwe Fietzek eröffnet wurde.

Selbsthilfemarkt vermittelt erste Kontakte

Am Selbsthilfetag wurde es eng im Foyer des Nino-Hochbaus. Rund 50 Gruppen stellten sich und ihre Arbeit vor. Ergänzend dazu gab es Fachvorträge. Foto: Wohlrab

Von Norman Mummert

Nordhorn Besucher konnten sich beim Selbsthilfetag bei Vorträgen informieren und die Selbsthilfegruppen und ihre Arbeit näher kennenlernen. Vielfach wurden erste Kontakte zwischen Betroffenen und den Gruppen geknüpft.

„Wir können stolz auf die Selbsthilfe in der Grafschaft sein, die seit 20 Jahren intensiv durch den Landkreis gefördert wird“, betonte Fietzek. „Der Selbsthilfetag ist eine gute Gelegenheit, die Arbeit der Gruppen kennenzulernen. Vielleicht entscheidet sich der eine oder andere dann, sich einer Gruppe anzuschließen. Denn wie gut das Engagement in einer Selbsthilfegruppe für die Krankheitsbewältigung ist, belegen Studien immer wieder und ist unbestritten.“

Dr. Annegret Hölscher, Leiterin der Selbsthilfekontaktstelle, bedankte sich bei den Mitgliedern: „Sie haben das Selbsthilfejubiläum außerordentlich engagiert vorbereitet und tragen so maßgeblich zum Gelingen des Selbsthilfetages bei.“ Sie wies zudem auf die Chronik hin, die zum Selbsthilfetag erschienen ist: Auf 140 Seiten werden die Aktivitäten und Themen der Selbsthilfe von Aphasie bis Zöliakie dargestellt. Die Chronik wurde kostenlos herausgegeben.

Viele Besucher nutzten bei einem Rundgang über den Markt die Gelegenheit zum unverbindlichen Kennenlernen. Großes Interesse fanden auch die Vorträge. Dort gab es wichtige Informationen zu Depressionen und den Möglichkeiten der Selbsthilfe bei dem Vortrag von Dr. Ansgar Siegmund, Chefarzt für Psychiatrie und Psychotherapie in der Euregio-Klinik.

Sein Kollege Dr. Hermann Thole, Chefarzt für Anästhesie, referierte über Cannabinoide in der Schmerztherapie und Elke Tackmann vom Selbsthilfe-Büro Niedersachsen sprach über die Bedeutung der Selbsthilfe. Paula Nordemann vom Grafschafter Senioren- und Pflegestützpunkt stellte darüber hinaus die Notfallmappe des Landkreises mit der neuen Notfallkarte vor.

Zudem stellten sich die Euregio-Klinik, die Fachklinik Bad Bentheim, Feuerwehr und DRK mit ihrem Angebot vor. Viele Aktionen rundeten das Angebot ab: Besucher konnten einen Blick in einen Rettungswagen werfen, das Glücksrad drehen oder einen Demenzparcours absolvieren. Informative Ausstellungen gaben Einblicke in die Themen Selbsthilfe, Ehrenamt und Down-Syndrom.

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