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Elisabeth Kemper,
Redakteurin
23.07.2020, 13:25 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Selbsthilfegruppe für Hörgeschädigte startet in Nordhorn

Stellen die neue Selbsthilfegruppe vor: Gerrit-J. Prenger und Annegret Hölscher. Foto: Landkreis

Stellen die neue Selbsthilfegruppe vor: Gerrit-J. Prenger und Annegret Hölscher. Foto: Landkreis

Nordhorn Den Geräuschen der Natur lauschen, Radio hören, im Gespräch mit anderen Menschen zuhören: Für die meisten Menschen ist Hören etwas Selbstverständliches. Doch nichts oder wenig zu hören, bedeutet nicht selten auch, ohne soziale Kontakte zu sein. Durch moderne Hörtechnik erhalten Betroffene die Chance, wieder Zugang zur Welt der Hörenden zu bekommen. In Nordhorn hat sich eine Gruppe von Menschen gegründet, die diese Chance genutzt haben oder nutzen möchten, die „Grafschafter Cochlea Implantierten Gruppe Nordhorn“ (GCIG).

Unter dem Motto „Hören und ... Verstehen“ richtet sich die Gruppe an Menschen mit Hörschädigung, Cochlea-Implantat-Träger und Interessierte. Die Gruppe ist offen für Betroffene aus der Grafschaft, dem Emsland, Kreis Steinfurt und den Niederlanden, der Informationsflyer liegt auch auf Niederländisch vor. „Ich habe im August 2019 im Universitätsklinikum Münster (UKM) mein Cochlea-Implantat (CI) rechts bekommen. Nachdem ich vier Monate ohne Gehör war, befinde ich mich überglücklich in der Lernphase, mein Gehör wieder zu trainieren. Begleitet werde ich dabei durch das UKM sowie von hiesigen HNO-Ärzten und Logopädie-Praxen. Nach diesen guten Erfahrungen habe ich eine Selbsthilfegruppe zu diesem Thema gegründet“, beschreibt Gerrit-J. Prenger aus Nordhorn seine Motivation, die Gruppe ins Leben zu rufen. Die Gruppe ist Mitglied der „Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft“ und kooperiert mit dem Büro für Selbsthilfe und Gesundheit des Landkreises.

„Wir möchten offen über das Problem Hörstörungen sprechen, Erfahrungen austauschen und über die Versorgung mit einem Implantat informieren“, erklärt Prenger. Darüber hinaus gibt es Informationen über technische Neuerungen und Zusatzhilfsmittel. „Menschen, die an einem CI interessiert sind, können von Anfang an von den Erfahrungen der Träger profitieren. Wir möchten auch Tipps und Ratschläge für die Bewältigung des Alltags geben. Die Unterstützung vieler Fachärzte aus der Region ist auch gesichert, sodass wir regelmäßig Vorträge anbieten können.“

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In Zukunft sollen die Treffen der GCIG-Nordhorn jeden zweiten Dienstag im Monat um 17 Uhr im reformierten Gemeindehaus, Kirchweg 6, in Brandlecht stattfinden. Das erste Treffen ist für den 11. August geplant, das Tragen eines Mundschutzes ist Pflicht. Anmeldungen nehmen Gerrit-J. Prenger per E-Mail an gcig-nordhorn@t-online.de und Dr. Annegret Hölscher per E-Mail an annegret.hoelscher@grafschaft.de, Büro für Selbsthilfe und Gesundheit, entgegen.

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