21.04.2020, 13:07 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Schüler sollen zeitgemäßen Unterricht erhalten

An der Freiherr-vom-Stein-Oberschule werden konsequent digitale Medien und Lernplattformen mit bisher klassischen Materialien und Methoden kombiniert. Die Schule stattete unter anderem zwei fünfte Klassen mit iPads aus.

Schüler der Klasse 5 nutzen die modernen Medien. Foto: Fox

Schüler der Klasse 5 nutzen die modernen Medien. Foto: Fox

Nordhorn Die Freiherr-vom-Stein-Oberschule möchte ihre Schüler mit einem zeitgemäßen Unterricht auf die veränderten Erwartungen der modernen Lebens- und Arbeitswelt vorbereiten. Seit dem vergangenen Schuljahr werden deshalb konsequent digitale Medien und Lernplattformen mit bisher klassischen Materialien und Methoden kombiniert und damit aktives und handlungsorientiertes Arbeiten mit digitalen Medien ermöglicht. Mithilfe schuleigener Mittel und maßgeblicher Unterstützung des Fördervereins stattete die Schule unter anderem zwei fünfte Klassen mit iPads aus. Zudem konnte in jedem Raum Apple-TV samt „Airplay“ eingerichtet werden. Ein Mobile Device Management steuert das gesamte System innerhalb der Schule, und die Wiedergabe wird durch Bildschirme oder interaktive Tafeln gesichert. Das Ziel ist es, eine kabellose Nutzung in allen Räumen zu gewährleisten.

Für die Umsetzung einer „Bildung in der digitalen Welt“ setzt das Land Niedersachsen mit der Ziellinie 2020 eine deutliche Orientierung. So sollen digitale Kompetenzen erworben werden. Mit den ausgewählten Geräten beabsichtigt die Oberschule, einen digitalen Lerneffekt zu bewirken und bestenfalls einen pädagogischen Mehrwert zu ermitteln. Bisher seien die Schülerinnen und Schüler äußerst motiviert, berichtet Alexandra Fox, Lehrkraft an der Oberschule.

Bereits 2018 startete die Freiherr-vom-Stein-Oberschule in Anlehnung an die Landesvorgabe mit der Entwicklung des schuleigenen Medienkonzeptes. Dazu wurde eine Bestandsaufnahme vorgenommen, diese mit den Landesvorgaben verglichen und anschließend die Implementierung des neuen Konzepts in die bestehenden Lehrpläne initiiert. Vorhandene und zu erwartende Kompetenzen der Schüler konnten erfasst, parallel die Medienkompetenz der Lehrkräfte in den Blick genommen und durch schulinterne und -externe Weiterbildungsmaßnahmen ermittelt werden. Zudem testete das Kollegium im März 2019 Apps auf ihre Tauglichkeit für den Unterrichtseinsatz in allen Fächern. Zwei Tage lang wurden Ergebnisse zusammengetragen und in die schuleigenen Arbeitspläne mit aufgenommen. Durch diesen Prozess konnte anschließend der Ausstattungsbedarf abgeleitet werden. An dieser Stelle sind die Hilfsmöglichkeiten der kommunalen Träger, die ebenfalls durch den Orientierungsrahmen des Landes Hinweise auf die systematische und nachhaltige Medienentwicklung bekommen, abzuwarten.

Neben den üblichen medialen Einsatzmethoden in allen Fächern beschränkt sich der iPad-Einsatz zurzeit vorrangig auf den Englisch- und Mathematikunterricht zweier fünfter Klassen, außerdem auf die Stunden des Sozialen- und Methodenlernens. Vorerst ging es darum, die Schüler mit technischen Details des Mobilen Lernens vertraut zu machen, bevor mit Apps wie „IServ“ Strukturen des Digitalen Lernens aktiviert wurden. So müsse vieles ausprobiert und Funktionen kanalisiert werden, berichtet Alexandra Fox. Auf diese Weise könnten Lehr- und Lernwege entstehen, die nachhaltiges und individuelles Lernen ermöglichen. Dabei würden sich digitale Spiele, Bilder und Texte äußerst attraktiv darstellen lassen, da sie zumeist interaktiver angelegt seien als beispielsweise die „konservativen“ Aufgabenpools. Darüber hinaus gebe es zahlreiche Möglichkeiten von Lernkontrollen, die den Kindern und Jugendlichen unkompliziert und mit geringem Aufwand ermöglichen, selbstgesteuert Fortschritte zu erzielen.

Bei der Entscheidung für die Anschaffung der Geräte wurde der Schulelternrat miteinbezogen und es wurden Denkprozesse angestoßen, wie zukünftig gearbeitet werden soll und ob die Geräte gegebenenfalls verpflichtend angeschafft oder zur Verfügung gestellt werden sollten. Die Beantwortung der Frage, welche Unterstützung im Rahmen des „Digitalpaktes“ zu erwarten ist, bleibt offen.

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