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Susanne Menzel,
Redakteurin
25.01.2023, 17:32 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Nordhorn

Protestaktion „One Billion Rising“ findet wieder statt

Für die Tanzaktion „One Billion Rising“ gibt es einen Übungsworkshop an zwei Terminen. Foto: Stadt Nordhorn

Für die Tanzaktion „One Billion Rising“ gibt es einen Übungsworkshop an zwei Terminen. Foto: Stadt Nordhorn

Am Dienstag, 14. Februar, um 16.30 Uhr lädt die Stadt Nordhorn in Kooperation mit der kfd Region Grafschaft Bentheim wieder alle Interessierten in die Nordhorner Fußgängerzone ein. Dann wird im Rahmen der Tanzaktion „One Billion Rising“ auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht. An diesem Aktionstag finden auf der ganzen Welt ähnliche Protestveranstaltungen statt.

Zeichen setzen mit Tanz

Kern der Aktion ist die öffentliche Aufführung des „One Billion Rising“-Tanzes. In Nordhorn wird mitten in der Innenstadt auf der Höhe des Innenstadtlokals der Alten Weberei getanzt. „Man muss den Tanz nicht unbedingt können, um mitzumachen“, betont die Städtische Gleichstellungsbeauftragte Anja Milewski. „Es geht nicht so sehr ums Tanzen, sondern vor allem darum, ein deutliches Zeichen zu setzen. Dazu sind uns alle interessierten Frauen und vor allem auch Männer willkommen.“

Übungsworkshop

Wer die Schritte dennoch vorher erlernen möchte, hat bei zwei vorher stattfindenden Übungsworkshops Gelegenheit dazu. Sie finden am Samstag, 4.Februar, ab 14 Uhr und am Sonntag, 5. Februar, ab 16 Uhr im Jugendzentrum Nordhorn an der Denekamper Straße 26 statt. Der Eintritt ist frei.

„Zahlen schockierend“

„Gewalt gegen Frauen ist ein weltweites Problem“, so Milewski. Das fange schon bei der verbalen Gewalt an. „Aber auch Übergriffe auf Frauen, Körperverletzungen und Unterdrückung sind weltweit an der Tagesordnung“, weiß die Gleichstellungsbeauftragte. Laut der Bundeskriminalstatistik versucht jeden Tag ein Mann in Deutschland, seine Frau oder Exfrau zu töten. In 147 Fällen sei das auch gelungen. Das bedeutet, dass häufiger als jeden dritten Tag eine Frau in Deutschland von ihrem Partner oder Expartner ermordet wird. „Diese Zahlen sind schockierend, denn sie zeigen, dass für viele Frauen das eigene Zuhause ein gefährlicher Ort ist, an dem Angst herrscht“, so Milewski.

In den vergangenen Jahren beteiligten sich Frauen und Männer in mehr als 200 Ländern und in über 200 deutschen Städten an der Aktion. Es geht letztlich um ein neues Bewusstsein und die Forderung nach einem Ende der Gewalt gegen Frauen. Auch Nordhorn ist seit 2015 jedes Jahr, mit Ausnahme der „Corona-Pause“, dabei.

Milewski bereitet die Aktion gemeinsam mit Sigrid Grummich, von der kfd Region Grafschaft Bentheim, sowie mit Nadine Krause und Denise Burghard vom Nordhorner Jugendzentrum vor. Weitere Informationen gibt es beim Gleichstellungsbüro der Stadt Nordhorn unter der Telefonnummer 05921 878-237 sowie im Internet unter www.nordhorn.de/gleichstellung

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