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09.07.2019, 16:00 Uhr

„Platt up zack“ gibt Gastspiel im niederländischen Anloo

Die Theatergruppe „Platt up zack“ aus Nordhorn hat jüngst ein Gastspiel in Anloo in der „Speulkoel“ gegeben. Das Freilichttheater im Nachbarland wird im April am Dorfrand aufgebaut und bietet vielen Kulturveranstaltungen ein besonderes Ambiente.

„Platt up zack“ gibt Gastspiel im niederländischen Anloo

Eine Szene des unterhaltsamen mehrsprachigen Theaterabends mit Laienspielern beider Theatergruppen.Foto: privat

Nordhorn Zu den fünf Schauspielerinnen und Schauspielern der Nordhorner Theatergruppe gehörten Gero Hüsemann, Stefanie Havermann, Karin Tallen, Helmut Treustedt und Gerlinde Schmidt-Hood. Das kleine Ensemble hatte im Vorfeld des Auftritts mit der Theatergruppe aus Anloo einige Proben unter der Leitung von Simone Wrede absolviert, die das Training der Nordhorner Gruppe seit vielen Jahren begleitet.

„Hier stellte sich die Frage: Welche Sprache sprechen wir? Plattdeutsch, Drents, Niederländisch oder Hochdeutsch? Der Wille, gemeinsam eine Theatershow auf die Bühnen in Anloo zu bringen, war die gemeinsame Herausforderung und wurde mit viel Spaß und auch ,Sprechen mit Händen und Füßen‘ gemeistert. Die Leidenschaft zum Theater und der Spaß, ein Publikum unterhalten zu wollen, verbinden uns als Laienspieler auf dieser und der anderen Seite der Grenze“, so Gerlinde Schmidt-Hood, Initiatorin der Begegnung. „Wir konnten viele Wortähnlichkeiten feststellen und so dem Publikum mehrsprachig Spielszenen anbieten.“

„Wenn wir in der Grenzregion als Menschen gemeinsam Kultur gestalten, lernen wir, einander besser zu verstehen und die gegenseitigen Sprach- und Kulturaspekte besser zu verstehen“, so die Initiatorin. „Wir haben uns gefreut, dass die Emsländische Landschaft im Rahmen des Projektes ,Grenskultuur‘ auf uns zugekommen ist. Mit dem Ensemble der niederländischen Theatergruppe ,De Speulkoel‘ haben wir einen guten ersten Kontakt aufbauen können.“ Die Förderung unterstützt grenzüberschreitende Begegnungen Kulturschaffender, die sich mit immateriellem Kulturgut wie der plattdeutschen Sprache beschäftigen. Ein Gegenbesuch in Nordhorn ist für November geplant.

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