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31.01.2018, 17:31 Uhr

Passanten staunen in Nordhorn über Stoffe als Körperhüllen

Junge Frauen wickeln sich vor den Nordhorner Vechte-Arkaden.in bunte Stoffbahnen – warum? Dahinter steckte eine künstlerische Performance der Kunstschule Städtische Galerie Nordhorn mit Studierenden der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg.

Passanten staunen in Nordhorn über Stoffe als Körperhüllen

Künstlerische Intervention in der Nordhorner Innenstadt am vergangenen Sonnabend.Foto: Martin Körnig

gn Nordhorn. Die Passanten vor den Vechte-Arkaden in Nordhorn staunten dieser Tage nicht schlecht, als auf dem von Bekleidungsgeschäften umgebenen Platz überraschend einige Frauen mit farbigen Stoffen ein bewegtes Bild schufen. Zwar wurden die Stoffe als Körperhüllen verwendet, doch mit gewöhnlicher Bekleidung hatten die Handlungen wenig zu tun. Die Akteurinnen wickelten sich in lange Bahnen selbst oder gegenseitig ein und wieder aus, bearbeiteten den Stoff mit der Schere oder sogar mit den Zähnen. Einige verharrten still oder bewegten sich sehr langsam, andere begannen ein beinahe tänzerisches Spiel miteinander.

Gut 90 Minuten blieb das Bild bestehen, ohne dass gesprochen, eine Handlung dargestellt oder Kontakt mit den Zuschauern aufgenommen wurde.

Hinter der Aktion steckte eine Gruppe aus dem Team der Kunstschule Städtische Galerie Nordhorn und Studierenden der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg. Unter der Leitung der dortigen Hochschuldozentin und Künstlerin Sara Schwienbacher hatte sich die Gruppe vier Tage lang intensiv in Theorie und Praxis mit der Performance und der künstlerischen Intervention im öffentlichen Raum befasst.

Nebenbei ergab sich auch ein reger Austausch zwischen den beiden Institutionen. Beginnend bei der Ausstellung von Berenice Güttler in der Städtischen Galerie, die insbesondere Stoffe und Textilien verwendete, entwickelten die Teilnehmerinnen verschiedene Raumkonzepte und individuelle künstlerische Handlungen, sogenannte performative Skizzen, die das Gesehene jenseits von Worten reflektierten und umwandelten. Begleitet wurden die Übungen durch die Herstellung eigener Postkarten, die an zahlreiche Menschen aus dem Umfeld der Galerie verschickt wurden. Sowohl die Postkarten als auch die Aktion in der Innenstadt blieben ganz bewusst unangekündigt, damit solche künstlerischen Interventionen im öffentlichen oder sozialen Raum tatsächlich die Grenzen zum Alltag überschreiten können.

Für die Kunstschule Städtische Galerie Nordhorn, die regelmäßig künstlerische Fortbildungen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten durchführt, war es bereits die zweite Zusammenarbeit mit Sara Schwienbacher.

Passanten staunen in Nordhorn über Stoffe als Körperhüllen

Künstlerische Intervention in der Nordhorner Innenstadt am vergangenen Sonnabend. Foto: Martin Körnig

Passanten staunen in Nordhorn über Stoffe als Körperhüllen

Künstlerische Intervention in der Nordhorner Innenstadt am vergangenen Sonnabend. Foto: Martin Körnig

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