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13.08.2019, 14:56 Uhr

Ob Breitband oder Handy: Betriebe weiterhin unzufrieden

Kommunikationsnetze, egal ob Mobilfunk oder Festnetz, sind eine wesentliche Voraussetzung für Erfolg. In unserer Region gibt es noch erheblichen Ausbaubedarf.“ Zu dieser Einschätzung kommt Marco Graf von der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim.

Ob Breitband oder Handy: Betriebe weiterhin unzufrieden

Schlechter Mobilfunkempfang ist ein großes Problem für Firmen. Symbolfoto: Schönrock

Osnabrück/Nordhorn Knapp 300 Unternehmen aller Branchen haben an der IHK-Sonderumfrage teilgenommen. Rund die Hälfte der Unternehmen bemängelt darin die aktuelle Breitbandversorgung. Gleichzeitig wird die Breitbandversorgung als Standortfaktor von fast allen Umfrageteilnehmern als wichtig bis sehr wichtig eingestuft. Insgesamt knapp 28 Prozent der Befragten sehen im unzureichenden Breitbandanschluss sogar ein Hemmnis für das eigene Unternehmen, sich auf den Trend der Digitalisierung einzustellen.

So berichten die Unternehmen darüber, dass die Digitalisierung der Produktions-, Geschäfts- und Arbeitsprozesse zu einem gesteigerten Bedarf an Informationen, Weiterbildungsmaßnahmen und Investitionen führt.

Mit Blick auf Innovationsfähigkeit und Umsatz sieht Marco Graf „einen Handlungsauftrag an die Politik auf den Ebenen des Bundes, der Länder und der Gemeinden“. Es müssten die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, damit die Unternehmen unserer Region im Wettbewerb nicht abgehängt werden.“

Die Mobilfunkversorgung in der Region wird von den regionalen Unternehmen in der aktuellen IHK-Befragung sogar noch etwas kritischer bewertet. Hier überwiegen mit insgesamt knapp 59 Prozent diejenigen Unternehmen, die „weniger zufrieden“ beziehungsweise „unzufrieden“ sind. Zugleich sagen 96,1 Prozent der Betriebe, dass die Mobilfunkversorgung für sie „sehr wichtig“ beziehungsweise „wichtig“ sei. Auch hier, so Graf, bestünden damit weiter erhebliche Ausbaubedarfe. „Von 5G an jeder Milchkanne sind wir weit entfernt. Kurzfristig wichtig wäre die flächendeckende Verfügbarkeit von LTE (4G). Bei zukünftigen Frequenzversteigerungen muss der Bund stärker als bisher auf den ländlichen Raum Rücksicht nehmen“, fordert der Hauptgeschäftsführer.

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