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11.06.2018, 15:00 Uhr

Nordhorns Seniorenbeirat hat jetzt ein Büro bei der Gewo

Nordhorns Seniorenbeirat hat jetzt ein eigenes Büro bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewo. Im Rahmen einer neuen Kooperation steht der Beirat der Gewo zum Beispiel bei Neubauprojekten oder Mietern beim seniorengerechten Wohnen zur Seite.

Nordhorns Seniorenbeirat hat jetzt ein Büro bei der Gewo

Als Kooperationspartner sitzen sie künftig an einem Tisch (von links): Gewo-Geschäftsführer Reno Schütt, die Assistentin der Geschäftsführung Beate Scheunemann, der Vorsitzende des Seniorenbeirats Horst-Dieter Dörr und Seniorenbeiratsmitglied Hermann Snyders. Foto: privat

Nordhorn Nordhorns Seniorenbeirat hat dazu jetzt ein eigenes Büro bei der Gewo am Stadtring. Horst-Dieter Dörr und Hermann Snyders vom Seniorenbeirat haben sich bei der Niedersächsischen Fachstelle für Wohnberatung ausbilden lassen, um nun als ehrenamtliche Wohnberater tätig sein zu können. Dörr ist der Vorsitzende des städtischen Seniorenbeirates, Snyders ist Mitglied des Gremiums. Bislang berät der Seniorenbeirat vorrangig den Rat und die Stadtverwaltung in Angelegenheiten, welche die älteren Bürger betreffen. Auch bei dem neuen Projekt soll es vorrangig um Beratung gehen: „Wir wollen Ansprechpartner sein, für die Mieter und die Gewo mbH. Aber wir entscheiden nichts, sondern beraten und vermitteln“, fasst Dörr die Aufgaben zusammen.

Das Ausbildungsprogramm für ehrenamtliche Wohnberater wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gefördert. Inhaltlich geht es dabei vor allem um Lösungen für Probleme im häuslichen Alltag, die mit zunehmendem Alter auftreten. Die Fülle an Möglichkeiten, eine Mietwohnung altersgerechter zu machen, ist laut Dörr und Snyders enorm. „Man muss allerdings die individuelle Situation betrachten und die jeweils passenden Maßnahmen auswählen. Sonst bringt es am Ende nichts“, sagt Dörr.

Das weiß auch Gewo-Geschäftsführer Reno Schütt. Mit der Idee einer Kooperation rannten Dörr und Snyders bei ihm offene Türen ein: „Ich fand die Idee von vorneherein genial, denn wir brauchen genau diesen zusätzlichen Blickwinkel“, sagt Schütt. Durch die Wohnberater des Seniorenbeirats könne man die Bedürfnisse der älteren Mieter besser verstehen und angemessen darauf reagieren. „Die Jüngeren haben oft einfach nicht den Blick für das, was die Älteren benötigen, das ist ganz normal“, so Schütt. Darum mache eine solche Zusammenarbeit absolut Sinn, auch wenn es sich um ein Experiment handele. Dörr geht davon aus, dass dies die erste Kooperation dieser Art in Niedersachsen ist, eventuell sogar in ganz Deutschland.

Auch in künftige Projekte der Gewo mbH sollen die Wohnberater sich einbringen. „Wir werden in den kommenden Jahren eine ganze Menge Wohnungen in Nordhorn bauen und müssen dabei auch den demografischen Wandel im Blick behalten“, berichtet Schütt. Er plant den Entwurf einer Testimmobilie, nach deren Vorbild anschließend viele gleichartige Gebäude entstehen sollen. Dörr und Snyders freuen sich darauf, am Entwurf dieser Testimmobilie mitzuwirken.

Gleichzeitig wollen die ehrenamtlichen Wohnberater mit ihrem Angebot für die Mieter der Gewo mbH beginnen. So werden regelmäßig donnerstags von 14 bis 16 Uhr offene Sprechstunden im Gewo-Verwaltungsgebäude am Stadtring 31 angeboten. Eines ist Dörr und Snyders dabei allerdings wichtig: „Wir sind nicht der neue Kummerkasten! Stattdessen wollen wir konstruktiv dabei helfen, dass die Mieterinnen und Mieter in ihren Gewo-Wohnungen zufrieden alt werden können.“

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