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25.06.2020, 20:03 Uhr / Lesedauer: ca. 5min

Nordhorner Musiksommer im Sportpark Blanke

Alice Francis ist eine der angesagtesten Vertreterinnen des NeoSwing. Foto: privat

Alice Francis ist eine der angesagtesten Vertreterinnen des NeoSwing. Foto: privat

Nordhorn Zum Sommer in Nordhorn gehören die lauschigen Open-Air-Konzerte des Musiksommers einfach dazu: Damit auch in diesem Jahr trotz Corona nicht gänzlich auf diese für viele Bürger feste Tradition verzichtet werden muss, geht das Kulturreferat ungewöhnliche Wege und zieht für die mittlerweile 28. Ausgabe der beliebten Konzertreihe vom Stadtpark in den weitläufigeren Sportpark Blanke um. An drei Sonnabenden im Juli und August, jeweils ab 19 Uhr, lädt das städtische Kultur-Team unter dem Motto „umsonst + draußen“ alle Daheimgebliebenen ein, musikalisches Urlaubsfeeling auf der eigenen Musikinsel zu erleben.

Für Fans handgemachter, abwechslungsreicher Musik sind die Konzerte im Stadtpark ein Muss. Darauf möchten Kerstin Spanke, Leiterin des Kulturreferats, und ihre Kollegin Tamara Kafka auch trotz Corona nicht gänzlich verzichten. Daher hat sich das Team des Kulturreferats ein Konzept für die traditionsreiche Konzertreihe überlegt, dass entspannten, aber corona-sicheren Musikgenuss unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregelungen ermöglicht: „Der Musiksommer zieht deshalb in diesem Jahr in den Sportpark Blanke um“, erklärt Spanke. „Auf dem großen Stadiongelände können wir mit Abstand, aber dennoch gemeinsam Konzerte erleben.“

Laut der aktuellen behördlichen Vorgaben dürfen rund 250 Personen sitzend an Open-Air-Kulturveranstaltungen in kleinen Gruppen teilnehmen und müssen analog zum Restaurantbesuch dafür ihre Kontaktdaten hinterlegen. Dies setzt das Kulturreferat nun wie folgt um: Musikliebhaber können verbindlich eine auf dem Rasen des Fußballstadions eingezeichnete Musikinsel, die mit Bänken ausgestattet ist, reservieren. Es gibt dabei kleinere Varianten für bis zu vier Personen und größere für bis zu acht Personen. „In diesem Zusammenhang möchten wir uns auch bei den Sportvereinen des Sportparks bedanken. Alle waren ohne zu Zögern gleich dabei, uns tatkräftig zum Bespiel mit dem Einzeichnen der Inseln aber auch mit der Zurverfügungstellung ihrer Räumlichkeiten zu unterstützen“, freut sich Spanke über die sportlich-kulturelle Kooperation. Mit der schriftlichen Anmeldung für so eine Insel müssen die Kontaktdaten alle „Mitbewohner“ einer Musikinsel dem Kulturreferat verbindlich mitgeteilt werden. „Sollten wir zu viele Interessen für die begrenzte Anzahl an Inseln haben, dann entscheidet das Los“, erklärt Tamara Kafka das Anmeldeverfahren. „Wer den Zuschlag für eine der Musikinseln bekommen hat, der erhält von uns personalisierte Karten für alle seine Insel-Begleiter. Nur mit diesen Karten ist der Einlass möglich.“ Damit der Zugang zum Konzert ohne Warteschlangen und Menschenansammlungen von statten geht, gibt es zwei getrennte Eingänge – einen über die Westfalenstraße und einen über den Heideweg - und genaue Einlasszeiten für die verschiedenen Inseln. „Diese Infos stehen alle auf den Eintrittskarten genau erklärt“, ergänzt Kafka. „Und der Eintritt zum Konzert ist na klar wie immer kostenlos.“

Auch wenn es für viele es eine lieb gewonnene Tradition ist, das eigene Picknick mit Getränken und Snacks zum Konzert mitzubringen, so ist dies diesmal aus hygienischen Gründen nicht gestattet. Dafür sorgt der Nordhorner Gastronom Tobias Loh mit seinem Team für ein vielfältiges gastronomisches Angebot, so dass es den Konzertbesuchern an nichts fehlen wird. „Wir werden mit mobilen Verkaufsständen mit Getränken zwischen den Inseln unterwegs sein“, erklärt Loh. „Auf jeder Musikinsel liegen zudem unsere Getränkekarten mit der unter Angabe der Inselnummer bequem per WhatsApp-Nachricht bestellt werden kann. So vermeiden wir unnötige Warteschlangen und die Besucher können das Konzert bequem genießen.“ Mit Bratwürstchen vom Grill ist zudem auch für das leibliche Wohl gesorgt. Zu den Hygiene-und Abstandsregelungen, die auf dem ganzen Konzertgelände dringend zum Schutz aller eingehalten werden müssen, gehört es auch, dass die Konzertbesucher auf den ihnen zugeteilten Musikinseln bleiben, diese nicht mit anderen tauschen und außerhalb der eingezeichneten Inseln, etwa beim Gang zum WC, strikt auf den Mindestabstand zu anderen Mitmenschen von 1,5 Meter achten. Eingerichtet werden zudem Desinfektionsmöglichkeiten und entsprechende Abstandszeichen. „Wenn wir uns alle gemeinsam an diese Regeln halten, dann steht einem tollen gemeinsamen Konzertgenuss trotz Corona nichts Wege. Machen wir gemeinsam das Beste draus“, ist Spanke überzeugt.

Und die Auswahl der Bands gibt eine gute Chance darauf, dass dies musikalisch einer der abwechslungsreichsten Musiksommer wird: Den Beginn macht am Sonnabend 25. Juli, die Band „Fatcat“ mit geballter Funkpower. Die achtköpfige Band aus Freiburg im Breisgau hat mit bereits im Musiksommer 2018 dem Publikum ordentlich eingeheizt. Nun werden sie ihr im Mai veröffentlichtes neues Album „Good.zip“ auf der Bühne im Sportpark Blanke präsentieren. Eine ordentliche Portion guter Laune, die mitreißende Soulstimme von Bandleader Kenny Joyner, schneidende Bläsersätze und fette Beats machen die Musik von „Fatcat“ aus – heraus kommt ein einzigartiger Groove-Mix aus Funk, Soul, R&B, Disco und Rock. Die Band spielte schon auf diversen angesagten Festivals und trat als Support für namhafte Acts wie Jamie Cullum, Anastacia oder Chaka Khan in Erscheinung. Ein Highlight in der noch jungen Karriere der Musiker war definitiv die Teilnahme beim renommierten „Montreux Jazz Festival“ 2018. „Fatcat“ sorgt live für großartige Konzertmomente. Lasst euch die Funkformation nicht entgehen und sichert euch jetzt eure Musikinsel“, sind Kafka und Spanke von ihrer Auswahl überzeugt. Die Musikinsel-Karten für „Fatcat“ können im Zeitraum vom 13. bis 17. Juli unter Angabe der Kontaktdaten aller Begleiter unter kulturreferat@nordhorn.de oder per Post (Kulturreferat Stadt Nordhorn, Bahnhofstraße 24, 48529 Nordhorn) reserviert werden.

„Odeville“ stehen für deutschsprachigen Indie-Rock-Pop. Foto: privat

„Odeville“ stehen für deutschsprachigen Indie-Rock-Pop. Foto: privat

Das zweite Konzert bestreitet am Sonnabend, 8. August, eine Band, die ebenfalls in Nordhorn nicht unbekannt ist. Die Hamburger Jungs von „Odeville“ um den charismatischen Sänger Hauke Horeis haben ebenfalls 2018 bereits den Stadtpark beben lassen und möchten nun auch die Blanke mit ihrem deutschsprachigen Indie-Rock-Pop erschüttern. Musikinsel-Karten für dieses Konzert können vom 27. bis 31. Juli unter Angabe der Kontaktdaten aller Begleiter unter kulturreferat@nordhorn.de de oder per Post (Kulturreferat Stadt Nordhorn, Bahnhofstraße 24, 48529 Nordhorn) reserviert werden.

Beim Abschlusskonzert am 29. August steht mit Alice Francis eine der angesagtesten Vertreterin des NeoSwing auf der Bühne. Mit ihrem zweiten Album „Electric Shock“ haben sich Francis, Mastermind Goldielocks und ihre fabelhaften Musiker ihren außergewöhnlichen Musikstil, einer Mischung aus Swing der Roaring Twenties und groovigem Hip Hop mit heutigem Jazz, noch verfeinert. Der neue Sound reicht von feinstem Neo-Swing über grellen Pop bis hin zu groovigem Rap-Elementen. Musikinsel-Karten für dieses Konzert können vom 17. bis 21. August unter Angabe der Kontaktdaten aller Begleiter unter kulturreferat@nordhorn.de de oder per Post (Kulturreferat Stadt Nordhorn, Bahnhofstraße 24, 48529 Nordhorn) reserviert werden.

Weiter Informationen rund um die Bands und das schriftliche Anmeldeverfahren gibt es auf www.nordhorn.de/musiksommer

„Fatcat“ sind Garanten für geballte Funkpower. Foto: Felix Groteloh

„Fatcat“ sind Garanten für geballte Funkpower. Foto: Felix Groteloh

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