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23.02.2018, 14:37 Uhr

Nordhorn holt dritten Platz beim Deutschen Fahrradpreis

Der Deutsche Fahrradpreis ist kürzlich in Essen vergeben worden. Die Stadt Nordhorn hat mit ihrem Konzept sogenannter Komfortradwege an den Kanälen den dritten Platz belegt.

Nordhorn holt dritten Platz beim Deutschen Fahrradpreis

Die Nordhorner Delegation nach der Preisübergabe (von links): Stadtbaurat Thimo Weitemeier, Ratsvorsitzender Ewald Mülstegen, Verkehrsausschussvorsitzender Harry Brooksnieder, Abteilungsleiterin Straßenbau Birgit Glahe, Schauspieler Hannes Jaenicke, Uta Richter von der Abteilung Straßenbau, Bürgermeister Thomas Berling und VVV-Geschäftsführer Matthias Bönemann. Foto: Stadt Nordhorn

gn Nordhorn/Essen. Die Stadt Nordhorn hat beim Deutschen Fahrradpreis 2018 den dritten Platz in der Kategorie „Infrastruktur“ geholt. Bürgermeister Thomas Berling nahm die Auszeichnung gemeinsam mit einer Nordhorner Delegation von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst in Essen entgegen. Insgesamt 34 Kommunen hatten sich in der gleichen Kategorie um den Preis beworben, der jährlich unter Federführung des Bundesverkehrsministeriums verliehen wird.

Berling nahm die Auszeichnung dankend entgegen: „Wir sind sehr zufrieden mit dem dritten Platz“, sagte er auf der Bühne des Essener Congress Centers. Die beiden Projekte auf Platz eins und zwei hätten viele Millionen Euro gekostet, während das Nordhorner Projekt eine vergleichsweise kleine Dimension habe. „Dieser Preis motiviert uns, die Qualität unserer Radwege weiter zu verbessern und den Radverkehr in unserer Stadt konsequent weiter zu stärken.“

Radwege an Kanälen prämiert

Den ersten Platz sicherte sich die Stadt Bremen mit ihrem aktuellen Projekt zur Schaffung des ersten Deutschen Fahrradquartiers in der Alten Neustadt. Auf Platz zwei landete die Stadt Deggendorf mit ihrer bereits 2014 fertiggestellten Geh- und Radwegebrücke über die Donau. Nordhorn wurde für das Projekt zum Ausbau der sogenannten Komfortradwege entlang der Kanäle mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

Das Projekt zum Ausbau der Komfortradwege beinhaltet unter anderem die aktuellen Umgestaltungsmaßnahmen an den Kreuzungen Heseper Weg/Am Verbindungskanal sowie Frensdorferhaar/Nordhorn-Almelo-Kanal. Hier soll der Verkehr auf dem Radweg in Zukunft Vorrang vor den kreuzenden Autostraßen haben. Dadurch entsteht eine durchgehend bevorrechtigte Radwegeverbindung von rund sieben Kilometern Länge entlang des Nordhorn-Almelo- und des Verbindungskanals. Das überzeugte die Jury und führte zur Platzierung auf dem Siegertreppchen.

Preis soll Projekte bekannter machen

In der Kategorie Service siegte der Verein Bikeygees, der fahrradbezogene Projekte zur Integration von geflüchteten Frauen durchführt. Platz eins in der Kategorie Kommunikation belegt die erfolgreiche Kampagne zur Verabschiedung eines Radgesetzes für Berlin. Als fahrradfreundlichste Persönlichkeit des Jahres wurde außerdem der Schauspieler Hannes Jaenicke ausgezeichnet.

Der Preis wird vergeben vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW. Partner sind der Zweirad-Industrie-Verband und der Verbund Service und Fahrrad.

Als Bestandteil des Nationalen Radverkehrsplans der Bundesregierung soll der Deutsche Fahrradpreis dazu beitragen, sogenannte Good-Practice-Beispiele bei Entscheidungsträgern und Fachleuten bekannt zu machen. So sollen die eingereichten Beiträge bundesweit als Vorbild und Anregung für weitere Projekte und Maßnahmen der Radverkehrsförderung dienen. Ein weiteres Ziel des Wettbewerbs ist es, das Image des Fahrrads in der Öffentlichkeit aufzuwerten und somit mehr Menschen in Deutschland zum Fahrradfahren zu bewegen.

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