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29.08.2018, 10:30 Uhr

Nordhorn gewinnt „Zukunftspreis Klima kommunal 2018“

Die Stadt Nordhorn ist Dienstagabend mit dem „Zukunftspreis Klima kommunal 2018“ in Hannover ausgezeichnet worden. Den Preis hat die Stadt für das Projekt „Ausbau von Komfortradwegen“ erhalten.

Nordhorn gewinnt „Zukunftspreis Klima kommunal 2018“

Die Preisträger der Klimaschutzpreise 2018 mit Nordhorns Stadtbaurat Thimo Weitemeier (vierter von rechts), der den „Zukunftspreis Klima kommunal 2018“ für das Projekt „Ausbau von Komfortradwegen“ entgegen nahm. Foto: privat (Ausschnitt)

Hannover/Nordhorn Für das Projekt „Ausbau von Komfortradwegen“ ist die Stadt Nordhorn mit dem „Zukunftspreis Klima kommunal 2018“ ausgezeichnet worden. Vertreter der Stadt mit Stadtbaurat Thimo Weitemeier an der Spitze nahmen bei der der feierlichen Preisverleihung am Dienstagabend im Alten Rathaus in Hannover die mit einem Preisgeld in Höhe von 5000 Euro verbundene Auszeichnung aus den Händen von Umweltminister Olaf Lies entgegen.

Aus 46 Bewerbungen hatte eine Expertenjury die 14 Preisträger ausgewählt, insgesamt wurden 100.000 Euro Preisgeld vergeben. Niedersachsens „Klimakommune 2018“ wurde die Gemeinde Cremlingen, die sich das wichtige Thema der Energieeffizienz von Gebäuden vorgenommen und einen wirkungsvollen Weg gefunden hatte, ihren Gebäudebestand klimafreundlicher zu machen. Dafür gab es 20.000 Euro Preisgeld. Daneben wurden der Zukunftsklima-Preis an Nordhorn sowie eine Reihe von Klimaschutz-Leuchtturm-Preisen für eine Projekte in mehreren Kommunen des Landes vergeben,

„Auch die Klimaschutz-Leuchttürme und der Zukunftspreis führen uns deutlich vor Augen, dass Kommunen in ganz Niedersachsen Großes für den Klimaschutz leisten“, sagte Olaf Lies als niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz bei der Preisverleihung vor den 120 Ehrengästen aus Politik, Kommunalverwaltungen und Wirtschaft.

Klimafreundliche Mobilität

Die eingereichten Bewerbungen zeigen die große Bandbreite von Handlungsmöglichkeiten, die Kommunen im Bereich Klimaschutz haben. Der Präsident des Niedersächsischen Landkreistages Bernhard Reuter stellte eine Besonderheit fest: „Ein wichtiges Thema war in diesem Wettbewerb die klimafreundliche Mobilität. Von den eingereichten Projekten befassen sich 16 mit diesem Thema, deutlich mehr als in den vorherigen Wettbewerbsrunden. Das zeigt, dass die wichtige Frage nach der Zukunft unserer Mobilität jetzt aktiv von den niedersächsischen Kommunen angegangen wird.“

Professor Harald Welzer, Direktor der Stiftung „FuturZwei“ für Zukunftsfähigkeit, bezeichnete in seinem Festvortrag Landkreise, Städte und Gemeinden als die Orte, an denen die heute notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen ganz konkret realisiert werden. Um diese Veränderungen flächendeckend voranzubringen, brauche es Geschichten des Gelingens. Welzer: „Die Preisträger des Wettbewerbs Klima kommunal erzählen uns genau diese Geschichten.“

35 Kommunen haben sich beteiligt

Die niedersächsischen kommunalen Spitzenverbände und das niedersächsische Umweltministerium haben den Wettbewerb „Klima kommunal“ bereits zum fünften Mal ausgelobt. Seit 2014 ist die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen für die Organisation und Durchführung des Wettbewerbs verantwortlich. Ziel ist es, die vielen kreativen und innovativen lokalen Klimaschutzaktivitäten im Land einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und das kommunale Engagement zu würdigen. 35 Kommunen haben sich in diesem Jahr mit 46 Wettbewerbsbeiträgen beteiligt. Das Umweltministerium hat insgesamt 100.000 Euro Preisgeld zur Verfügung gestellt. Über die Vergabe der Auszeichnungen entschied eine achtköpfige Fachjury.

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