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17.03.2020, 16:31 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Nordhorn bereitet sich auf Eichenprozessionsspinner vor

Die Stadtverwaltung rechnet mit einer flächendeckenden Ausbreitung der Raupen. Entsprechende Vorbereitungen sind getroffen. Mit dem Landkreis und den kreisangehörigen Gemeinden gibt es eine angepasste Bekämpfungsstrategie.

Die Stadt Nordhorn testet derzeit sogenannte Baumringfallen gegen die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners. Foto: Stadt Nordhorn

Die Stadt Nordhorn testet derzeit sogenannte Baumringfallen gegen die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners. Foto: Stadt Nordhorn

Nordhorn Die Stadt Nordhorn setzt weiterhin vorrangig auf das Absaugen der Nester und Raupen als wirkungsvollste Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung. Zu Testzwecken hat sie 200 sogenannte Baumringfallen angeschafft, die aktuell an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet aufgehängt werden. Darüber hinaus sollen die natürlichen Fressfeinde der Raupen durch ökologische Maßnahmen gestärkt werden. Hierfür wurden 100 Nistkästen beschafft, die an die Bevölkerung ausgegeben werden. Biozide oder Giftstoffe zur Frühstadiumbekämpfung werden in Nordhorn nicht zum Einsatz kommen.

Für die Absaugmaßnahmen an öffentlichen Bäumen wurden entsprechende Fachunternehmen unter Vertrag genommen. Fünf Absaugteams stehen kurzfristig zur Verfügung. Auf Basis der Erfahrungen aus 2019 wurde das Stadtgebiet deshalb in fünf Absaugbezirke aufgeteilt, in denen gleichzeitig gearbeitet werden kann. Am effizientesten können die Absaugmaßnahmen nach der Verpuppung der Raupen durchgeführt werden. Im vergangenen Jahr war das Mitte Juni. Die Reihenfolge der Absaugmaßnahmen ergibt sich aus den vier Kategorien, die in der gesamten Grafschaft angewendet werden. Die Kategorisierung richtet sich vor allem danach, wie stark ein öffentlicher Standort von der Bevölkerung genutzt wird. Standorte der Kategorie 1 sind stark frequentierte öffentliche Bereiche wie Schulen und Kindergärten. Sie haben die höchste Priorität und werden zuerst abgesaugt. Danach folgen die weniger stark frequentierten Standorte der Kategorien 2 und 3. An Standorten der Kategorie 4 werden keine Absaugmaßnahmen durchgeführt. Eine Liste der kategorisierten Standorte wird die Stadt Nordhorn Anfang April auf ihrer Internetseite veröffentlichen. Ob die am Markt erhältlichen Baumringfallen tatsächlich gegen den Eichenprozessionsspinner helfen, ist unter Fachleuten aktuell umstritten. Um eigene Erfahrungen mit dieser Bekämpfungsmethode zu machen, hat die Stadt Nordhorn damit begonnen, 200 der Fallen testweise an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet aufzuhängen. Durch das frühzeitige Aufhängen sollen die Raupen gegebenenfalls schon nach dem Schlüpfen gefangen werden.

Bestimmte Vogel- und Schlupfwespen-Arten gelten als natürliche Feinde der Eichenprozessionsspinner-Raupen. Ihnen mehr Lebensraum zu geben, könnte die Raupenpopulation auf lange Sicht gesehen zurückdrängen. Die Stadt Nordhorn wird versuchsweise zwei größere Grünflächen im Stadtgebiet so umgestalten, dass sie ganzjährig einen insektenfreundlichen Lebensraum bieten. Außerdem hat sie 100 Nistkästen für Vögel angeschafft, die auch an Privatpersonen weitergegeben werden. Wer Interesse hat, schickt eine E-Mail an gerwin.rademaker@nordhorn.de

Häufig gestellte Fragen und Bürgertelefon

Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Eichenprozessionsspinner hat die Stadt Nordhorn auf ihrer Internetseite unter www.nordhorn.de/eps zusammengestellt. Ab Anfang Mai wird für weitere Fragen außerdem ein Bürgertelefon eingerichtet. Die Rufnummer wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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