Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
04.02.2019, 17:34 Uhr

Neujahrstreffen: Grafschafter DGB plädiert für Europa

Beim traditionellen Neujahrstreffen des Kreisverbandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) begrüßte der Grafschafter Vorsitzende Horst Krügler den im vergangenen Jahr neu gewählten DGB-Bezirksvorsitzenden Dr. Mehrdad Payandeh zur Neujahrsrede.

Neujahrstreffen: Grafschafter DGB plädiert für Europa

Dr. Mehrdad Payandeh, neuer DGB-Bezirksvorsitzender Niedersachsen–Bremen–Sachsen-Anhalt, war Hauptredner des traditionellen Neujahrstreffens des DGB-Kreisverbandes Grafschaft Bentheim.Foto: privat

Nordhorn Landrat Friedrich Kethorn hob mit Blick auf die Biografie des DGB-Landeschefs die „vorbildliche Willkommenskultur“ in der Grafschaft mit den Anstrengungen der vielen Ehrenamtlichen, aber auch der Verwaltung, hervor. Er stellte den enormen Beschäftigungsanstieg fest und bezifferte die Investitionen des Kreises in Bildung und Betreuungsplätzen für Kinder wie auch in der Gesundheitsversorgung.

Payandeh nutzte in seiner Ansprache die Gelegenheit, sich bei allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement zu bedanken. Damit sprach er nicht nur die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter an, sondern auch die in allen Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) Tätigen.

Er nahm zu den mangelnden Investitionen in Niedersachsen und Deutschland in allen wichtigen Infrastrukturen Stellung. Der Spielraum, den Deutschland als Hauptprofiteur der Niedrigzinspolitik erhalten hat, sei nicht genutzt und damit Chancen vergeben worden. In Sachen „Guter Arbeit“ beklagte er den Rückzug zu vieler Arbeitgeber aus den Tarifgemeinschaften. Es gehe den Arbeitnehmern nicht nur um Geld. Insgesamt könnten die Arbeitsbedingungen bis hin zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf über tarifliche Komponenten geregelt und damit beiden Seiten Sicherheit gegeben werden.

Insbesondere beklagte Payandeh, dass es bisher nicht gelungen sei, ein ausreichendes Tariftreuegesetz zu etablieren und umzusetzen. Gerade der Öffentliche Dienst müsse mit gutem Beispiel vorangehen.

Es folgte ein Plädoyer für Europa: „Bei aller berechtigten Kritik an der Europäischen Gemeinschaft“, sagte Payandeh, „wir brauchen die EU in dieser globalisierten Welt. Mit reinem Nationaldenken und –handeln können wir die Arbeits- und Lebensbedingungen für die Menschen nicht positiv gestalten.“ Nur in einer großen Gemeinschaft könne den Problemen effektiv entgegengetreten werden. „Wir müssen lauter werden gegen Rechts. Stellen wir uns dem Populismus mit unserer menschlichen, gesellschaftlichen Kraft entgegen.“

Payandeh forderte alle auf, zur Europawahl am 26. Mai zu gehen, das Kreuz bei den demokratischen Parteien zu machen und damit den Rechtsruck auf europäischer Ebene zu bremsen.

Lesermeinung
Bitte melden Sie sich an, um Kommentare lesen und schreiben zu können.
Nichts verpassen!

Meine GN: Persönliche Homepage

Regelmäßig informiert: Newsletter abonnieren