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12.04.2018, 17:41 Uhr

Musik als Mittel zur Völkerverständigung und Versöhnung

Ein Konzert der besonderen Art erklingt am Sonnabend, 28. April, um 19.30 Uhr im Nordhorner Konzert- und Theatersaal: Es gastieren die „Roma- und Sinti-Philharmoniker“ im Rahmen einer kleinen Konzertreihe in Niedersachsen.

Musik als Mittel zur Völkerverständigung und Versöhnung

Die „Roma und Sinti Philharmoniker“ unter der Leitung von Riccardo M Sahiti.Foto: privat

gn Nordhorn. Der Verein „Romane Aglonipe“ aus Hannover, der Kontakte nach Nordhorn hält, möchte mit dem Konzert auf die Kultur der Roma und Sinti aufmerksam machen und Vorurteile abbauen. Unterstützt wird er in Nordhorn durch den Arbeitskreis Flüchtlingshilfe und die Amnesty International Gruppe. Die Auftritte des Projektorchesters aus Frankfurt/Main werden durch die Sparkassen-Finanzgruppe mit insgesamt 17.000 Euro unterstützt. Davon trägt die Niedersächsische Sparkassenstiftung den größten Teil, die Grafschafter Sparkassenstiftung und die Sparkasse Hannover fördern die heimischen Konzerte mit jeweils 2125 Euro.

Zu dem Klangkörper heißt es: „Das Orchester vertraut der Kraft der Musik als Mittel zur Völkerverständigung, der Versöhnung, aber auch der gemeinsamen Begeisterung für das Kulturgut verschiedenster Herkunft.“ Norbert Jörgens, Vorstandsvorsitzender der Grafschafter Sparkassenstiftung, verdeutlichte gestern bei der Spendenübergabe am KTS: „Es ist für Spendenempfänger und uns immer erfreulich, wenn die Sparkassen-Finanzgruppe zum Wohl der Regionen zusammenwirken.“ Der Verein „Romane Aglonipe“, Stimme der Roma in Niedersachsen, konnte Landrat Friedrich Kethorn als Schirmherr des Nordhorner Konzertes gewinnen. „Die Förderer stärken unser Anliegen, die Leistungen der Roma und Sinti für die Kultur Europas – in der Tradition und Moderne – bewusster und bekannter zu machen“, sagt Organisator Djevdet Berisa.

Große Unterstützung erfährt „Romane Aglonipe“ in Nordhorn durch Amnesty und die Flüchtlingshilfe. „Spätestens nach dem Jugoslawienkrieg und den Auseinandersetzungen um den Kosovo, in dessen Folge viele Bürgerkriegsflüchtlinge nach Nordhorn und in die Grafschaft kamen, waren wir präsent und halfen, wo wir konnten“, erinnert sich Heiner Hoymann. In der Flüchtlingshilfe stach dabei die 2012 verstorbene Heidi Kunert heraus, die sich die Förderung der Roma in Nordhorn und in der Grafschaft auf ihre Fahne geschrieben hatte. Berisa: „Wir organisieren dieses Konzert auch zur Erinnerung an sie.“

Orchester mit 60 Musikern aus mehreren europäischen Ländern – Kartenvorverkauf hat begonnen

Die 60 Mitglieder der „Roma- und Sinti-Philharmoniker“ sind professionell ausgebildete Musiker, die in Berufsorchestern in mehreren europäischen Ländern beschäftigt sind. Mit den Philharmonikern haben sie sich der Aufgabe verschrieben, besonders jene Werke aufzuführen, die in der Kultur der Roma und Sinti verwurzelt sind. Im KTS erklingen unter dem Dirigenten Riccardo M Sahiti unter anderem die Ouvertüre „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauss, die Sopranistin Nataša Tasic Kneževic singt „Voi la sapete, o mamma“ aus „Cavalleria Rusticana“ von Pietro Mascagni.

Solist der „Zigeunerweisen“ für Violine und Orchester von Pablo de Sarasate ist Julian Dedu (Violine). „Carmen Fantasie“ von Franz Waxman für Violine und Orchester spielt Béla Nagy. Es erklingt die „Romanian Rhapsody“ von George Enescu No. 1 in A-Dur, Op. 11. Ein Höhepunkt ist die „Ungarische Rhapsodie“ Nr. 1 für Orchester von Franz Liszt.

Tickets zum Preis von 17 Euro bzw. 12 Euro für Schüler und Studenten gibt es bei den Grafschafter Nachrichten, unter der telefonischen Ticket-Hotline 0231 9172290 oder online auf www.proticket.de/nordhorn. GN-Card-Inhaber erhalten zwei Euro Rabatt.

Projektorchester „Roma und Sinti Philharmoniker“ konzertiert am 28. April in Nordhorn

Musik als Mittel zur Völkerverständigung und Versöhnung

Gefördert wird das Konzert unter anderem von der Sparkassen. Gestern wurde der Scheck übergeben. Das Foto zeigt (von links) Norbert Jörgens (Vorstandsvorsitzender der Grafschafter Sparkassenstiftung), Ute Giebkes (Amnesty International), Djevdet Berisa („Romane Aglonipe“) und Heiner Hoymann (Arbeitskreis Flüchtlingshilfe). Foto: Konjer

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