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09.11.2018, 12:42 Uhr

Mit dem „Walking Bus“ zur EMA-Schule in Nordhorn

Gesund und sicher zur Schule kommen. Das ist die Grundidee hinter dem Konzept „Walking Bus“. Seit dieser Woche wird ein solcher „Schulbus auf Füßen“ für die Kinder der Ernst-Moritz-Arndt-Grundschule in Nordhorn angeboten.

Mit dem „Walking Bus“ zur EMA-Schule in Nordhorn

Beim „Walking Bus“ bilden die Schülerinnen und Schüler für den täglichen Schulweg Gehgemeinschaften. Begleitet werden sie von freiwilligen Eltern. Foto: Stadt Nordhorn

Nordhorn Ohne Verkehrschaos und gesund zur Schule kommen. Das ist die Grundidee hinter dem Konzept „Walking Bus“. Seit dieser Woche wird ein solcher „Schulbus auf Füßen“ für die Kinder der Ernst-Moritz-Arndt-Grundschule (EMA-Schule) in Nordhorn angeboten. Bürgermeister Thomas Berling hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen, das eng vom Polizeikommissariat Nordhorn begleitet wird. Es ist das erste Angebot dieser Art in der Grafschaft Bentheim.

Beim „Walking Bus“ bilden die Schüler für den täglichen Schulweg Gehgemeinschaften. Begleitet werden sie von freiwilligen Eltern. Die Gruppen halten auf ihrem Weg zu Fuß wie Linienbusse nach festem Fahrplan an verschiedenen Haltestellen im Schulbezirk an und erreichen so pünktlich und sicher die Schule. Jeweils eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn startet die „Linie 1“ beim Supermarktparkplatz an der Friedrich-Ebert-Straße, während „Linie 2“ sich nahe des Amtsgerichts auf den Weg in Richtung EMA-Schule macht. Zum Projektstart wurde „Linie 2“ von Bürgermeister Thomas Berling, Schulleiterin Brigitta Kaiser, Polizeikommissarin Anna Brink als Schulpatin sowie Polizeioberkommissar Edgar Eden als Verkehrssicherheitsberater des Polizeikommissariats Nordhorn begleitet.

Die Idee zum „Walking Bus“ stammt aus Großbritannien und findet seit einigen Jahren auch in Deutschland immer mehr Anklang. Hauptziel der Erfinder war es, die Zahl der sogenannten „Elterntaxen“ zu verringern: Zu den üblichen Hol- und Bringzeiten ist das Verkehrsaufkommen vor vielen Schulen sehr hoch, weil zahlreiche Eltern ihre Kinder mit dem Auto vor dem Schulgebäude absetzen. Das gilt auch für die Nordhorner Marktstraße, an der die EMA-Schule zu Hause ist.

„Walking Bus“ soll sich bewähren

Die Verkehrsentlastung ist aber nicht der einzige positive Effekt des Konzepts: „Es bringt ausschließlich Vorteile, sowohl für die Eltern und Kinder, aber auch für uns Lehrer“, ist sich Schulleiterin Kaiser sicher. Einige Kollegen von Schulen mit „Walking Bus“ hätten berichtet, dass die teilnehmenden Kinder wachsamer dem Unterricht folgen. „Sie können sich unterwegs bereits mit ihren Freunden austauschen und an der frischen Luft bewegen. Dann ist der Kopf frei für die Lerninhalte“, so Kaiser.

Für Brink und Eden hat das Angebot aus Sicht der Polizei außerdem eine wichtige verkehrserzieherische Komponente: „Wer nur im Auto mitfährt, lernt wenig über das Verhalten im Straßenverkehr“, so Eden. Anders beim „Walking Bus“: „Die Kinder werden gezielt an eine selbständige und verantwortliche Verkehrsteilnahme herangeführt, da sie trotz einer Begleitung die eigene Verantwortung für den Schulweg haben.“ Nicht zu unterschätzen sei auch der kriminalpräventive Aspekt: „Wenn die Kinder in der Gruppe unterwegs sind, können sie weniger von Fremden mit schlechten Absichten angesprochen werden“, sagt Eden.

In den kommenden Wochen soll sich der „Walking Bus“ nun bewähren. „Ich würde mich freuen, wenn das Angebot erfolgreich anläuft und bei unseren weiteren Grundschulen Nachahmer findet“, so Bürgermeister Berling.

Mit dem „Walking Bus“ zur EMA-Schule in Nordhorn

Beim „Walking Bus“ bilden die Schülerinnen und Schüler für den täglichen Schulweg Gehgemeinschaften. Begleitet werden sie von freiwilligen Eltern. Foto: Stadt Nordhorn

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