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09.10.2018, 12:40 Uhr

Lebenshilfe sieht sich auf dem Weg „gelingender Inklusion“

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins Lebenshilfe Grafschaft Bentheim ist in Teilen ein neuer Vorstand gewählt worden. Der Vorstand der finanziell gut aufgestellten Lebenshilfe ist stolz auf erste „Leuchtturmprojekte für gelingende Inklusion“.

Lebenshilfe sieht sich auf dem Weg „gelingender Inklusion“

Der neue Vorstand der Lebenshilfe Grafschaft Bentheim e.V. mit (von links): Thomas Kolde, Dr. Michael Kiehl, Dirk de Boer, Gabi Holtschulte, Gesine Heddendorp, Charlotte Ruschulte, Dietrich Steggewentz, Dr. Konrad Schoppmeyer, Dr. Jörg Langlitz. Auf dem Foto fehlen Dita Büter , Thomas Bastian und Johann Diekjakobs. Foto: Lebenshilfe

NordhornIm Amt als Vorsitzender bestätigt wurde Dirk de Boer. Nicht wieder kandidiert haben aus privaten Gründen die vier Vorstandsmitglieder Ursula Hertrampf-Müller, Dr. Wiebke Maroske, Detlef Sprick und Inga de Witte. Neu gewählt wurden: Dita Büter, Dr. Jörg Langlitz, Dr. Konrad Schoppmeyer, Charlotte Ruschulte. Zudem gehören dem Vorstand an: Thomas Bastian, Johann Diekjakobs, Gesine Heddendorp, Gabi Holtschulte, Dr. Michael Kiehl, Dietrich Steggewentz.

Dirk de Boer berichtete für den Vorstand über die Entwicklung der Lebenshilfe im abgelaufenen Geschäftsjahr. Er hob hervor, dass die Lebenshilfe als Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung und ihren Familien in besonderer Verantwortung stehe und hier auch weiterhin eine aktive Rolle bei der Umsetzung der UN-Konvention übernehmen werde. Als Beispiele nannte er das „Kaffeehaus Samocca“, die Inklusionsunternehmen „Mahlzeit“ und „moveINN“ sowie die Außenarbeitsplätze in Grafschafter Firmen. Das sind aus Sicht des Vorstandes „Leuchtturmprojekte für gelingende Inklusion“.

Derzeit arbeiten 123 Menschen mit Behinderung außerhalb der Werkstätten. Firmen, Kostenträger, Kooperationspartner, Ehrenamtliche und Mitarbeiter hätten zu der hervorragenden Zusammenarbeit und Entwicklung beitragen.

Wie Geschäftsführer Thomas Kolde berichtete, wurden im Wirtschaftsjahr 2017 über 1800 Menschen mit einer Behinderung und ihre Familien in den verschiedenen Bereichen gefördert, betreut und therapiert. Die wirtschaftliche Situation der Lebenshilfe sei auch im Geschäftsjahr 2017 sehr stabil. Das Umsatzvolumen stieg laut Kolde im Vergleich zum Vorjahr auf 35 Millionen Euro. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte die Lebenshilfe in ihren Einrichtungen 857 Mitarbeiter.

Die alljährliche Haussammlung erzielte einen Erlös von 61.187,57 Euro, der für die Sanierung der Wohnprojekte im Mückenweg in Nordhorn eingesetzt wurde. Koldes Dank galt den Spendern und den ehrenamtlichen 300 Sammlern.

Aus Sicht Koldes war für alle Menschen mit Behinderungen, für Verbände und Fachpolitiker, für Einrichtungen und Fachkräfte im Bereich der Rehabilitation und Teilhabe 2017 besonders das Jahr eins nach der Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG): Lange erwartet, mehrfach verschoben und zuletzt deutlich nachgebessert. Lange Zeit haben sich die Lebenshilfe „auf diesen Meilenstein in der Gesetzgebung“, das mehr Teilhabe bringe, vorbereitet. Das bleibe die aktuelle wie auch künftige Herausforderung für die Lebenshilfe und alle anderen Träger der Eingliederungshilfe.

Die Lebenshilfe habe sich fachlich, inhaltlich und organisatorisch auf den Weg gemacht, die erforderlichen Schritte für das Unternehmen, auch im Hinblick auf die zu erwartenden Umsetzungsbestimmungen für das Land, zu identifizieren, berichtete Kolde. Die selbstbestimmte, gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bleibe auch mit Blick auf das BTHG die wichtigste Aufgabe der Lebenshilfe.

Kolde: „Der Mensch steht im Mittelpunkt und wir wollen ihn bei der Teilhabe mit all seinen Facetten unterstützen. Jeder Mensch in unserer Einrichtung ist Experte für sein eigenes Leben.“

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