05.05.2020, 15:24 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Land fördert Planung des Nordhorner Stadthafens

Das Land Niedersachsen unterstützt die Nordhorner Idee, den ehemaligen ZOB-Busbahnhof zu einem Stadthafen umzubauen. Um die Planung voranzutreiben, fließen 76.200 Euro aus Hannover. Das Projekt habe das großes Potenzial, die Wasserstadt zu stärken.

So könnte der Stadthafen aussehen. Entwurf: Jan Lindschulte, Nordhorn

So könnte der Stadthafen aussehen. Entwurf: Jan Lindschulte, Nordhorn

Hannover/Nordhorn Das Land Niedersachsen unterstützt die geplante Neugestaltung des ehemaligen ZOB-Geländes in Nordhorn mit 76.200 Euro. Mit dem Geld sollen vorbereitende Planungen vorangetrieben werden – unter anderem eine Machbarkeitsstudie und eine Bürgerbeteiligung. Das Land fördert 60 Prozent der erwarteten Kosten in Höhe von 127.000 Euro, den Rest muss die Stadt Nordhorn selbst zahlen.

Aus dem Busbahnhof soll ein Stadthafen werden

Der frühere ZOB soll – wie mehrfach berichtet – zu einem Stadthafen umgebaut werden. Diese Idee habe Potenzial, bescheinigt nun das Land. „Indem die ,Wasserstadt Nordhorn‘ lebendig weiterentwickelt wird, wird zugleich ihre Urbanität gefördert und der sie umgebende ländliche Raum gestärkt. Die Fläche des ehemaligen Busbahnhofs bietet großes Potenzial, um eine Innenentwicklung lebendig zu gestalten. Der ehemalige Busbahnhof soll zum Hafen umgebaut und das Flussufer zur Erholungspromenade aufgewertet werden“, heißt es in der Förderzusage.

„Mittelzentrum mit extremer Abgeschiedenheit“

Die gesamte Innenstadt werde durch den Stadthafen stärker zum Wasser hin geöffnet und ihre Insellage aufgewertet. „So entstehen attraktive, öffentliche Plätze, Räume für Gastronomie, Kultur, Wohnen, Freizeit und Arbeiten, die die Aufenthaltsqualität im Zentrum deutlich verbessern und die Lebensqualität in der Region steigern.“ Nordhorn habe als „Mittelzentrum mit extremer Abgeschiedenheit zur nächsten Großstadt“ eine wichtige Anker- und Versorgungsfunktion für das ländliche Umland. Das neue Quartier soll die Innenstadt als Einkaufsstandort stärken, den öffentlichen Raum aufwerten und unterschiedliche Funktionen und Akteure miteinander verbinden.

Nordhorn bald ein „Best-practice-Beispiel“?

Das Land fördert in seinem Programm „Zukunftsräume“ neben dem Projekt in Nordhorn auch Vorhaben in Lingen, Lathen, Papenburg und im Artland. Insgesamt werden knapp 700.000 Euro verteilt. „Das Förderprogramm stellt eine wichtige Ergänzung der bisherigen Förderkulisse dar, weil es insbesondere solche Kommunen im Fokus hat, die bislang kaum berücksichtigt werden konnten“, erklärte Landesbeauftragter Franz-Josef Sickelmann. Die nun geförderten Projekte verfügten über einen innovativen und kreativen Ansatz und könnten bei einem erfolgreichen Verlauf Best-practice-Beispiele in vergleichbaren Städten und Grundzentren im ländlichen Raum werden.

Nordhorns Stadtbaurat Thimo Weitemeier freut sich sehr über die Fördermittelzusage: „Zum einen ist das die Bestätigung dafür, dass wir bei dem Projekt bis hierher alles richtig gemacht haben, zum anderen können wir unser Konzept nun konkretisieren und das Projekt vorantreiben.“

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