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03.01.2018, 12:16 Uhr

Ladendiebe im Schnellverfahren verurteilt

Kurz vor Weihnachten hat die Polizei zwei Ladendiebe in Nordhorn auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Beide Männer wurden inzwischen vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt. Ein Täter musste zusätzlich in Haft.

Ladendiebe im Schnellverfahren verurteilt

Das Amtsgericht Nordhorn hat zwei Ladendiebe in einem beschleunigten Verfahren verurteilt. Symbolfoto: Rainer Müller

ow Nordhorn. Die Polizei hat bereits am 22. Dezember des vergangenen Jahres zwei Ladendiebe in Nordhorn festgenommen. Wie die Polizei jetzt mitteilte, gab es ein beschleunigtes Verfahren vor dem Amtsgericht in Nordhorn gegen die beiden Männer, das mit einem Schuldspruch endete. Beschleunigte Gerichtsverfahren sind bei einfachen Sachverhalten oder klaren Beweislagen möglich.

Die Tat hat sich folgendermaßen abgespielt: Am Freitag, 22. Dezember, haben die beiden Männer zwischen 15.30 und 16.15 Uhr zunächst beim K+K Markt an der Wasserstraße versucht, vier Flaschen Whiskey zu stehlen. Dazu hatten sie die Alkoholflaschen präpariert und unter ihre Oberbekleidung gesteckt. Da sie sich durch den Ladendetektiv ertappt fühlten, ließen sie von ihrem Vorhaben ab.

Sie verließen den Laden und gingen zum nächsten K+K Markt an der Veldhauser Straße. Hier zerkratzten sie mit einer kleinen Schere die Barcodes auf drei Whiskeyflaschen und steckten sie unter ihre T-Shirts. Beim Verlassen des Marktes nahmen Polizisten sie umgehend fest. Der Ladendetektiv des K+K an der Wasserstraße war den Männern gefolgt und hatte die Polizei zwischenzeitlich verständigt.

Ein Täter ausgereist, der andere in Haft

Die beiden 25-jährigen Männer sind Georgier ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Sie wurden vorläufig festgenommen. Im Zuge der Ermittlungen stellten die Polizisten fest, dass einer der Männer den Beamten einen gefälschten Pass vorlegte und falsche Personalien genannt hatte. Die Polizisten ermittelten seine richtigen Personalien und stellten fest, dass gegen ihn insgesamt fünf Haftbefehle wegen verschiedener Eigentumsdelikte in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen vorliegen. Außerdem leiteten sie ein zusätzliches Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung ein.

Die Feiertage verbrachten die Männer bis zur Verhandlung vor dem Amtsgericht in Nordhorn hinter Schloss und Riegel. Das Gericht verurteilte beide zu einer Geldstrafe von 700 Euro. Einer der Männer reiste nach der Urteilsverkündung noch vorm Jahreswechsel wieder zurück nach Georgien. Der Mann mit den offenen Haftbefehlen wurde in eine Justizvollzuganstalt gebracht und sitzt nun seine Strafen ab.

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