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15.12.2017, 18:33 Uhr

„Künstlerei“ als geistlicher Rückzugsort im Kloster

Das Kloster Frenswegen in Nordhorn erhält mit finanzieller Unterstützung der Kreissparkasse eine „Künstlerei“: Das Ensemble aus Tisch, Kelch und Brotteller, zwei Bänken und Schrifttafeln soll ein geistlicher Rückzugsort in der „Novizenkapelle“ werden.

„Künstlerei“ als geistlicher Rückzugsort im Kloster

Der reformierte Moderator Reiner Rohloff (links) und Hubert Winter, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, saßen in der „Novizenkapelle“ schon einmal „Probe“.Foto: privat

gn Nordhorn. Die Kreissparkasse Grafschaft Bentheim zu Nordhorn ermöglicht der Stiftung Kloster Frenswegen die Anschaffung und Installation des Ensembles „Künstlerei“ im Kloster Frenswegen. Die „Künstlerei“ war einer der vier Themenräume des Schweizer Pavillons im Rahmen der Weltausstellung „Reformation“ in Wittenberg. Sie umfasst folgende Bestandteile, die für die Ursprünge der reformierten Ausprägung der Reformation bedeutsam sind: Tisch, Kelch und Brotteller; außerdem zwei Bänke und Schrifttafeln, auf denen Aspekte der Theologie des Reformators Ulrich Zwingli verständlich wiedergegeben werden.

Diese Gegenstände sollen mittelfristig der dauerhaften Einrichtung eines Raumes dienen, der ein geistlicher Rückzugsort innerhalb des Klosters sein kann. „Wir denken dabei an die sogenannte ‚Novizenkapelle‘ im Südflügel des Klosters“, berichtet der reformierte Moderator Reiner Rohloff, der mit der Sparkasse einen spontanen Förderer fand. Gemeinsam mit Hubert Winter, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Nordhorn, nahm Rohloff den Rückzugsort im Kloster Frenswegen in Augenschein.

Zum Hintergrund: Das Schweizer Reformationsprojekt war beispielhaft ökumenisch geplant und verantwortet. „Die Schweiz hat in der Geschichte von Reformation und Gegenreformation eine wichtige Rolle gespielt, die bis heute prägend und identitätsstiftend wirkt. Die Reformation ist vielschichtig und international. Sie ist weder rein konfessionell noch national zu verstehen. Entsprechend ist das Schweizer Konzept ökumenisch orientiert“, so der Schweizer Evangelische Kirchenbund. „Von daher findet die ‚Künstlerei‘ in der ökumenisch ausgerichteten Stiftung Kloster Frenswegen ihren geradezu idealen dauerhaften Ort“, freut sich Rohloff. Die ökumenische Stiftung Kloster Frenswegen vereinigt sechs Kirchen unter einem Dach. In europaweit einmaliger Weise haben sich 1974 Reformierte und Lutheraner, Baptisten und Katholiken, Herrnhuter und Altreformierte zusammengetan, um das aus dem Mittelalter stammende Gebäude neu mit geistlichem Leben zu füllen.

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