20.07.2020, 15:05 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Kloster Frenswegen lädt zu „Klostersommer“ ein

Das Künstlerehepaar Jutta und Jo Klose ist Teil des „Klostersommers“ und hat neben dem Heuerhaus eine offene Bildhauerwerkstatt zum Zuschauen eingerichtet. Foto: privat

Das Künstlerehepaar Jutta und Jo Klose ist Teil des „Klostersommers“ und hat neben dem Heuerhaus eine offene Bildhauerwerkstatt zum Zuschauen eingerichtet. Foto: privat

Nordhorn „Der ,Klostersommer‘ im Jahr 2020 ist anders. Obwohl oder vielleicht gerade weil der Übernachtungsbetrieb noch bis zum 1. September ruht, konnte gemeinsam mit vielen engagierten Ehrenamtlichen ein buntes Programm rund um das alte Augustiner-Chorherrenstift geschneidert werden“, erzählt Ulrich Hirndorf, Studienleiter im Kloster Frenswegen. „Die Situation ist so ganz anders, aber das rückt noch einmal das besondere Ambiente der Außenanlagen in den Mittelpunkt. Bei vielen Projekten unterstützen uns dabei engagierte Ehrenamtliche, die dem Kloster in dieser herausfordernden Zeit helfen wollen“, so Hirndorf weiter.

Zwar finden zu den Wochenschlussandachten am Samstag und den Ferienklosterführungen am Sonntag auch wieder weitere klassische Formate wie der „Männer-Spirit“, der „Literaturkreis“ oder die „Sprachschmiede“ statt, aber rund um das Kloster sind ganz neue Formate in diesem „Klostersommer“ geplant. So hat bereits in der vergangenen Woche das Grafschafter Künstlerehepaar Jutta und Jo Klose eine offene Bildhauerwerkstatt im Obstgarten des Heuerhauses aufgebaut. Jutta Klose, den feinen Sandsteinstaub im Gesicht, legt Klüpfel und Meißel nicht aus der Hand, wenn sie kurz von ihrer Idee berichtet: „Wir haben überlegt, wie wir dem Kloster helfen können, und da wir sonst nichts vorhaben und alle Ausstellungen wegen Corona abgesagt sind, werden wir bis Mitte September unsere Bildhauerwerkstatt in den Klostergarten verlegen. Hier können Besucher live miterleben, wie aus Bentheimer Sandstein ganz unterschiedliche Skulpturen entstehen. Wir freuen uns darauf, mit vielen Menschen einfach ins Gespräch zu kommen. Über Kunst, Sandstein oder Gott und die Welt.“ Bis zum 10. September finden Besucher die beiden Künstler jeden Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr neben dem Heuerhaus in ihrer offenen Schauwerkstatt.

Die Studienleitung hält aber noch weitere Überraschungen parat. „Im Rahmen des Klostersommers wird es ab Samstag, 8. August, an vier Samstagen mit Schwester Carola und ihrem Team die ,Urlaubskirche‘ für die ganze Familie geben, mit Aktionen, Besinnung und Spaß. Schon am Samstag, 1. August, lade ich Familien zu einem ,Klosterbienennachmittag‘ ein, samt Honigschleudern und Probieren, und am Sonntag, 2. August, erwarten wir Grafschafter mit Picknickkörben zu einem Gottesdienst für Langschläfer“, erzählt Hirndorf. Das gesamte Programm des „Klostersommers“ soll auch in einem Faltblatt nachzulesen sein, das in dieser Woche in den Druck gehen soll. Zusätzliche Veranstaltungen wollen die Organisatoren in der Tagespresse ankündigen. „Für die Kirchengemeinden der Grafschaft besteht in dieser besonderen Zeit nach Rücksprache grundsätzlich die Möglichkeit, besondere Gottesdienste in den Gartenanlagen oder im offenen Innenhof nach den geltenden Hygienerichtlinien zu feiern“ so Hirndorf abschließend.

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