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20.03.2018, 16:51 Uhr

K+K an Nordhorns Josefkirche schließt: Kritik der Grünen

Auf Kritik bei der Nordhorner Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen stoßen die Pläne des Lebensmitteleinzelhändlers K+K, den Markt an der St. Josefkirche in Nordhorn zu schließen. Sie fordern für die älteren Bewohner den Erhalt oder einen Ersatz.

K+K an Nordhorns Josefkirche schließt: Kritik der Grünen

Der Lebensmitteleinzelhändler K+K will den Markt an der Nordhorner St. Josefkirche in absehbarer Zeit schließen. Geplant ist am nördlichen Ende der Pestalozzistraße im Bereich der Ortsdurchfahrt ein neuer großflächiger Lebensmittelmarkt. Foto: Konjer

gn Nordhorn. Das Unternehmen K+K hat der Stadtverwaltung unlängst mitgeteilt, dass der unrentable Markt an der Josefkirche in absehbarer Zeit geschlossen werden müsse. Entstehen soll am nördlichen Ende der Pestalozzistraße im Bereich der Ortsdurchfahrt ein neuer Markt, um die Nahversorgung der Bewohner im nördlichen Bereich der Veldhauser Straße zu verbessern und zu sichern. Dieses Vorhaben stößt auf Kritik der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen: Wie Reinhard Prüllage im jüngsten Stadtentwicklungsausschuss erklärte, lasse eine derartige Planung den hohen Anteil der älteren Bewohner in diesem Quartier außer Acht. Für viele wäre dann der Markt fußläufig nicht mehr erreichbar.

„Der kleine K+K Markt an der Veldhauser Straße ist für die Nahversorgung der vielen Senioren in diesem Bereich unerlässlich und darf nicht geschlossen werden“ ,begründete Prüllage im Ausschuss seinen Antrag auf Vertagung des „Aufstellungsbeschlusses des Bebauungsplanes 137 Sondergebiet Pestalozzistraße“.

Da K+K am nördlichen Ende der Pestalozzistraße im Bereich der Ortsdurchfahrt einen neuen großflächigen Lebensmittelmarkt eröffnen möchte, sollte durch diesen Aufstellungsbeschluss der Startschuss für die Schaffung der baurechtlichen Voraussetzung gegeben werden. Prüllage forderte die Verwaltung zu neuen Gesprächen mit dem regionalen Einzelhandelsunternehmen auf. Die Grünen haben Verständnis für das Anliegen des Gronauer Unternehmens, stellt der Fraktionsvorsitzende Mathias Meyer-Langenhoff fest: „Uns ist klar, dass ein Lebensmittelmarkt schwarze Zahlen schreiben sollte, und dass dieser Markt mit seiner nicht mehr ausbaubaren Fläche im harten Kampf der Lebensmitteleinzelhändler einen schwierigen Stand hat. Aber wir als gewählte Vertreter der Nordhorner müssen zunächst deren Interessen vertreten. Und da geht es eben nicht nur um wirtschaftspolitische, sondern auch um sozialpolitische Aspekte.“

Die Stadt sei daher in der Pflicht alles zu unternehmen, entweder den Verbleib dieses Marktes sicherzustellen oder durch eine entsprechende Nachnutzung die Versorgung der Menschen mit Dingen des täglichen Bedarfs anderweitig fußläufig zu ermöglichen, meint Prüllage. Er hofft, dass die „Geschäftsführung von K+K sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst wird, denn noch gilt der Grundsatz demzufolge Eigentum verpflichtet“.

Stadtbaurat Thimo Weitemeier sicherte weitere Gespräche mit dem Unternehmen zur Erhaltung des kleinen K+K-Marktes zu, auch wenn er vom Erfolg nicht überzeugt sei. Die meisten Vertreter der anderen Fraktionen teilten im Ausschuss diese pessimistische Haltung, obwohl auch sie die Verschlechterung der Nahversorgung bedauerten.

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