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26.04.2018, 17:46 Uhr

Karl Koch weiterhin Vorsitzender der „Literaturlandschaften“

Mit einstimmigem Votum bestätigte die Mitgliederversammlung der Nordhorner „Literaturlandschaften“ im brandenburgischen Rheinsberg am vergangenen Wochenende den amtierenden und von Nordhorn aus bundesweit agierenden Vorstand des Vereines.

Karl Koch weiterhin Vorsitzender der „Literaturlandschaften“

Der wiedergewählte Vorstand der Nordhorner Literaturlandschaften bei der Mitgliederversammlung im Seehotel Rheinsberg (von rechts): Andrea Bartsch, Nordhorn, Volker Posthaus, Düsseldorf, Kassenprüfer W. Johanna Nibbrig, Bad Bentheim, und Lutz Gerdes, Nordhorn, am Rednerpult: Karl Koch. Es fehlt Vorstandsmitglied Dr. Krischke. Foto: Literaturlandschaften e.V

gn Nordhorn/Rheinsberg. Vorsitzender Karl Koch und Schriftführerin Andrea Bartsch (beide Nordhorn) wurden neben dem stellvertretenden Vorsitzenden Volker Posthaus (Düsseldorf) und Dr. Roland Krischke, Altenburg (Öffentlichkeitsarbeit) in den Ämtern bestätigt.

In seiner Begrüßung der Festversammlung im Spiegelsaal des Schlosses gab Karl Koch den mehr als 100 Mitgliedern und Gästen aus Deutschland und Österreich neben aller literarischen Rheinsberg-Verehrung das schwierige preußische Erbe zu bedenken, „das da zumindest in heimlichen Anwallungen in unseren Genen ruht“. Der Vorsitzende erinnerte jedoch daran, dass schon den beiden großen Rheinsberg-Liebhabern Theodor Fontane („Wanderungen durch die Mark Brandenburg“) und Kurt Tucholsky („Rheinsberg – Ein Bilderbuch für Verliebte“) diese zwiespältige Haltung eigen gewesen sei. Tucholsky habe dies, so Koch, nicht ohne einen augenzwinkernden Hinweis auf die gegenwärtig in Bund und Ländern aus dem Boden schießenden Heimatministerien, unter anderem durch die politische Zauberformel „Der Staat schere sich fort, wenn wir unsere Heimat lieben“ zum Ausdruck gebracht.

In seinem Festvortrag „Hier soll Preußen schön sein“ wies Dr. Peter Böthig, Leiter des örtlichen Tucholsky-Museums, neben einer glanzvollen Darstellung der höfischen Geschichte Rheinsbergs eindrücklich darauf hin, dass das Leben in der kleinen Residenz nicht nur aus Genuss bestanden habe. In seinem Umriss der Rolle Rheinsbergs in der Literatur gelang Böthig immer wieder die Darstellung der Doppelwertigkeit des bis heute wirksamen „Mythos Rheinsberg“ um den jungen Kronprinzen Friedrich neben dem scharfen Gegensatz der sozialen Wirklichkeit.

Eine Lesung des Wiener Ehrenmitgliedes Prof. Dietmar Grieser sowie eine Bootstour rundeten die Tagung ab. Ziel der Jahrestagung 2019 wird die Stadt Goslar sein.

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