Grafschafter Nachrichten
22.05.2019

JU Nordhorn fordert Parlament für Kinder und Jugendliche

JU Nordhorn fordert Parlament für Kinder und Jugendliche

Im Rathaus soll laut Forderungen der Jungen Union Nordhorn hier bald ein Kinder- und Jugendparlament tagen. Foto: Westdörp

Zur kommenden Bürgermeisterwahl fordert die Junge Union Nordhorn mit Nachdruck ein Kinder- und Jugendparlament in der Kreisstadt.

Nordhorn „Der jetzige Etat der Jugendforen, der von der Stadt jährlich gestellt wird, beträgt rund 5000 Euro“, sagt Geschäftsführer der Jungen Union (JU) Daniel Tenfelde: „Dieses Geld wird zur Zeit auf die fünf dezentralen Jugendforen und das Zentrale Jugendforum aufgeteilt. Aus diversen Gründen sehen wir nicht nur die Finanzausstattung der einzelnen Jugendforen kritisch, sondern die komplette Struktur an sich, als veraltet und zwangspädagogisch an.“ Es kommen sogar noch 14.800 Euro an Sachkosten dazu. Das wäre laut der Jungen Union eindeutig genug Budget für moderne Strukturen.

Ein Kinder- und Jugendparlament statt des zentralen Jugendforums hätte aus Sicht der JU zum einen den Vorteil einer demokratischen Legitimation, zum anderen verfüge dieses Gremium auch aufgrund seiner Zusammensetzung, über größere Kontinuität. „Kinder und Jugendliche lernen so, sich am politischen Willensbildungsprozess zu beteiligen und bekommen eine positive Einstellung zur Demokratie in Deutschland“, meint der JU-Vorsitzende Kevin Döhe.

Die Jugendforen, die als Anlaufpunkt bleiben sollen, könnten sich nach dem Konzept der JU „ohne viel Bürokratie“ an das Kinder- und Jugendparlament wenden, um Gelder sozialraumbezogen zu erhalten. Ein solches Modell bietet die Möglichkeit, Projekte direkt über das Kinder- und Jugendparlament zu realisieren. Momentan sind Projekte in Jugendforen nämlich finanziell beschränkt.

Auch die junge Altersstruktur der Jugendforen bereitet Sorgen. Im Jugendparlament, zum Beispiel Lingen, engagieren sich ältere Jugendliche, die aufgrund ihres Alters Begründungen zur (Mit-)Finanzierung besser beurteilen können.

„Die Wahlen des Parlaments können beispielsweise in den Schulen durchgeführt werden“, erklärt Daniel Tenfelde. Für die Junge Union ist klar, dass der Weg für ein Kinder- und Jugendparlament frei gemacht werden müsse. Andre Mülstegen, Bürgermeisterkandidat der CDU, hat die Forderung bereits unterstützt. Mit der CDU Nordhorn und der Schüler Union Grafschaft Bentheim habe man weitere Unterstützer.

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