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18.01.2018, 11:48 Uhr

Inventur: Messen, wiegen, zählen im Tierpark Nordhorn

Im Tierpark Nordhorn steht wieder die alljährliche Inventur an. Nasenbär, Wellensittich und Co. müssen zur großen Tierzählung im Familienzoo antreten. Der Bestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht nennenswert verändert, berichtet der Tierpark.

Inventur: Messen, wiegen, zählen im Tierpark Nordhorn

Ein Weißrüssel-Nasenbär tritt zum Wiegen beim stellvertretenden Reviertierpfleger Ralf Nolten an. Foto: Frieling

gn Nordhorn. Egal ob Haare, Federn oder Schuppen – einmal pro Jahr müssen alle Tiere des Nordhorner Familienzoos ran. Die Inventur, ein Vorgang, den man aus dem Supermarkt oder anderen Geschäften zum Jahreswechsel kennt, gibt es auch in einem Zoo.

Über Tage wird von den Tierpflegern der gesamte Tierbestand gezählt, gemessen und gewogen. „Bei Tierarten wie den Weißrüssel-Nasenbären, die durch unser regelmäßiges Tiertraining gut gehändelt werden können, ist das natürlich relativ einfach“, sagt Zooinspektor Marcel Matjeka. „Bei Schwarmtieren wie den Wellensittichen in der großen Voliere mit ‚gefiederten Australiern‘ ist es mitunter schwer, die genaue Anzahl zu ermitteln. Da müssen mehrere Tierpfleger zusammenarbeiten und auf möglichst genaue Schätzungen zurückgreifen.“

Die Daten landen dann gesammelt auf dem Schreibtisch der Zootierärztin und Kuratorin Dr. Heike Weber, die alle Zahlen zusammenfügen und den Behörden melden muss. Spätestens Mitte des Monats muss die Zählung abgeschlossen sein.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Bestand im Tierpark Nordhorn nicht wesentlich verändert. Auf über 2000 Tiere in mehr als 100 verschiedenen Arten kommt der Zoo zum Jahreswechsel. Dabei gab es insgesamt keine großen Veränderungen im Artenbestand. Im Amphibien- und Reptilienhaus leben seit dem vergangenen Jahr fünf weitere US-amerikanische Strumpfbandnattern gegenüber der Seehundanlage.

Ob es im Verlauf des Jahres bei etwa 2000 Einzeltieren bleibt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Zum einen von der Vermehrungsrate einiger Arten, aber auch vom Tausch einzelner Tiere mit anderen wissenschaftlich geführten Zoos in Europa. Besonders bei den Arten, für die es Erhaltungszuchtprogramme im Rahmen des „ex-situ“-Artenschutzes gibt, entscheiden zum Teil Zuchtbuchführer darüber, ob bestimmte Tiere mit anderen Zoos getauscht werden, um so einen stabilen und gesunden Tierbestand für mögliche Auswilderungsprojekte aufzubauen oder zu erhalten.

Bei den regionalen Nutztierrassen, allen voran dem Bunten Bentheimer Schwein und dem Bentheimer Landschaf, funktioniert die Zucht seit Jahren sehr erfolgreich, wie der Tierpark mitteilt. Hier wird mit anderen Züchtern und Haltern getauscht, um die Zuchtbasis zu verbreitern und den Erhalt der Rassen zu sichern. Allerdings werden hier gezielt Produkte in den zoointernen Kreislauf gebracht. Getreu dem Motto: „Erhalten durch Aufessen.“ Die regionale Vermarktung und das Angebot in der tierparkeigenen Gastronomie läuft erfolgreich, heißt es.

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