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12.07.2019, 16:34 Uhr

IHK-Projekt soll Nachwuchs an die Region binden

Die Bekuplast GmbH mit Sitz in Ringe bietet Schülern und Lehrkräften der Gewerblichen Berufsbildenden Schulen in Nordhorn intensivere Einblicke in die Arbeitswelt. Sie vereinbarten im Rahmen des Projekts „Schule-Wirtschaft“ der IHK eine Zusammenarbeit.

IHK-Projekt soll Nachwuchs an die Region binden

Freude über die Kooperationsvereinbarung: Eckhard Lammers, IHK (1. von links), Christian Roelofs, Bekuplast (2. von links), Gunda Gülker-Alsmeier Landkreis Grafschaft Bentheim (4. von links), Jutta Lübbert, Wirtschaftsvereinigung (6. von links) und Holger de Vries, Gewerbliche Berufsbildende Schulen (1. von rechts) mit Vertretern von Unternehmen, Berufsschule und Wirtschaftsvereinigung.Foto: Wohlrab

Nordhorn/Ringe Unterstützt werden sie von weiteren regionalen Partnern: Der Wirtschaftsvereinigung der Grafschaft Bentheim und dem Landkreis. Alle Unterzeichner der Kooperationsvereinbarung eint das Ziel, dass Schüler die Arbeits- und Wirtschaftswelt besser kennenlernen sollen.

„Die konkrete Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Schule ist ein hervorragendes Instrument, um Berufswahlreife und Berufsorientierung von Schulabgängern zu fördern“, sagt Eckhard Lammers, Leiter des Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung der IHK, und ergänzt: „Wenn diese Kooperation dann auch auf Dauer vereinbart wird, werden die Erfolgsaussichten noch besser.“ Für die Bekuplast GmbH, die Mehrwegverpackungen aus Kunststoff herstellt, ist es bereits die vierte Schulkooperation. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem Projekt gemacht und Auszubildende über diesen Weg gewinnen können. Wenn junge Menschen frühzeitig die Möglichkeit bekommen, etwa durch Praktika, ein realistisches Bild von Arbeitsplatzbedingungen und Qualifikationsanforderungen in einem Betrieb zu entwickeln, wissen sie später viel besser, was sie im Beruf erwartet und welche Perspektiven sich ihnen bieten“, berichtete Christian Roelofs, der in zweiter Generation die Geschäfte des Familienbetriebs führt.

Holger de Vries, Schulleiter der GBS, fügte hinzu: „Die Zusammenarbeit stellt auch für uns eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht in allen angebotenen Schulformen dar. Die Schüler unserer Berufseinstiegsklassen werden genauso von der Zusammenarbeit profitieren wie die des beruflichen Gymnasiums. Unser Ziel ist, gemeinsam mit den Jugendlichen ihre Persönlichkeiten zur Bewältigung beruflicher und individueller Herausforderungen zu entwickeln.“ Auch der Förderverein der GBS Grafschaft Bentheim begrüßt die Kooperationen sehr, da einzelne Projekte dann noch gezielter unterstützt werden können.

Für die Unternehmen in der Grafschaft wird es wegen der demografischen Entwicklung immer wichtiger, den Nachwuchs frühzeitig für die eigenen Ausbildungsberufe zu interessieren. „Eine aktive Schulpartnerschaft ist eine Chance, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und die potenziellen Auszubildenden von morgen für sich zu begeistern“, betont Jutta Lübbert, Geschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung.

„Eine Kooperation zwischen regionalen Wirtschaftsunternehmen und einer berufsbildenden Schule bietet einen großen Mehrwert für alle Beteiligten und zahlt sich auch für die Region aus“, stimmt Gunda Gülker-Alsmeier, Fachbereichsleiterin Familie und Bildung des Landkreises, zu. So könne man erreichen, dass Nachwuchskräfte frühzeitig an die Region gebunden werden.

Die IHK bietet allen Schulen und Unternehmen im Bezirk ihre Unterstützung bei der Anbahnung entsprechender Kooperationen an.

Weitere Infos: IHK, Silvia Masuch, Telefon 0541 353484, E-Mail: masuch@osnabrueck.ihk.de .

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