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04.02.2018, 17:29 Uhr

Grüne legen Schwerpunkt auf Klimaschutz

Die Grünen im Rat der Stadt Nordhorn fordern stärkere Aktivitäten beim Klimaschutz. Außerdem beklagen sie einen Mangel an Krippenplätzen.

Grüne legen Schwerpunkt auf Klimaschutz

Die Fraktion der Grünen im Nordhorner Rat fordert mehr Klimaschutz von der Stadt. Archivfoto: Kersten

gn Nordhorn. 2018 wollen die Grünen im Rat der Stadt Nordhorn die Themen Klimaschutz, Bildung, Kultur und den sozialen Wohnungsbau in den Mittelpunkt stellen. Dem Klimaschutz gebühre wieder mehr Aufmerksamkeit, da eine klare Positionierung der Verwaltung und der anderen Parteien fehle.

Klimaschutz und Stadtentwicklung: „Es kann nicht immer nur um schneller und größer gehen“, meint Reinhard Prüllage, Mitglied der Grünen im Stadtentwicklungsausschuss, „weniger ist manchmal mehr.“ So sei das Bauplanungsrecht als Klimaschutzwerkzeug zu nutzen. Viel mehr als bislang könne man zum Beispiel Bedingungen für die Bepflanzung von Baugrundstücken und Straßenräumen sowie Dachbegrünungen vorgeben. Ausgleichmaßnahmen sollten auch dann durchgeführt werden, wenn sie gesetzlich nicht notwendig seien. „Wir werden weiter darum kämpfen, dass die Stadt im Sinne der Verbesserung des Mikroklimas aktiver wird“, so Prüllage weiter. Aber Klimaschutzpolitik müsse auch stets mit sozialpolitischen Maßnahmen einhergehen. Deshalb wollen die Grünen sich weiter für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums einsetzen.

Positiv werten sie den Plan, eine Stelle für die Umsetzung des Radwegeverkehrskonzeptes zu schaffen, doch könne diese allein der komplexen Aufgabe des Klimaschutzes nicht gerecht werden. „Wir halten die Verengung des Klimaschutzes auf das Thema Radfahren für falsch. Es gibt noch viele weitere Dinge zu tun“, stellt die stellvertretende Fraktionssprecherin Elke Liening fest. Schließlich sei beim Radverkehr Nordhorn ohnehin gut aufgestellt. Ziel müsse es sein, den Alltagsautoverkehr und damit den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

„Den Stadtumbau Blanke weiter voranzutreiben halten wir für richtig“, meint Heinz Albers, der im Wahlbezirk Blanke in den Stadtrat gewählt wurde, „hier sind wir bislang auf einem guten Weg.“ Allerdings gehe es darum, den Entwicklungsprozess trotz aller Bemühungen noch transparenter zu gestalten. Es muss seiner Ansicht nach noch stärker darauf geachtet werden, die Anwohner mitzunehmen und weiter an dem gegenseitigen Verständnis zwischen Verwaltung, Politik und Bürgern gearbeitet werden. Die Bürgerversammlung in der Lupo-Schule zur Erläuterung des Stadtumbaus Blanke und des Spielplatzkonzeptes dürfe deshalb keine einmalige Veranstaltung gewesen sein.

Bildungspolitik: „In der Kita - und Schulentwicklungsplanung haben wir uns auf den Weg gemacht“, sagt Fraktionssprecher Mathias Meyer-Langenhoff. Das Ziel, in der Schullandschaft für vergleichbare Standards zu sorgen, werde anvisiert und die bisherigen Sitzungen der AG Kitaplanung zeigten, dass die Richtung stimme und sinnvolle Planungsdaten zu erreichen seien. Sollten ab August die Landesregelungen für die Übernahme der Elternbeiträge in den Kitas für die Kommunen zufriedenstellend ausfallen, so sei Luft für den Bau weiterer Krippenplätze, an denen es vor allem mangele. „Wir freuen uns über eine zunehmende positive Einstellung, was die Bedeutung frühkindlicher Bildung angeht“, so Meyer-Langenhoff weiter, „deshalb müssen wir auf mehr Krippenplätze, aber auch auf eine Sicherung der Qualität achten.“

Auch künftig nicht außer Acht lassen wollen die Grünen die Kulturpolitik. „Ein attraktives Kulturangebot ist ein wichtiger Standortfaktor“, findet Heinz Albers, „deshalb unterstützen wir mögliche Initiativen in Richtung eines Open-Air-Kinos und hoffen hier auf eine Kooperation mit dem neuen Kinobetreiber.“

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