GN Videoandacht: Von der Hingabe

Die GN-Videoandacht der reformierten Kirchengemeinde kommt diesmal vom Friedhof am Heseper Weg in Nordhorn. Im Video zum Karfreitag spricht Maike Ogrysek darüber, wie das eigene Leben den Menschen fremd werden kann, wenn ihnen das Liebste genommen wird. Wenn die Steine auf der Seele so schwer werden, dass die eigene Kraft und Hoffnung sie nicht mehr wegspülen können.

In der GN-Videoandacht spricht Maike Ogrysek darüber, wie uns unser Leben fremd werden kann, wenn uns das Liebste genommen wird. Foto: privat

In der GN-Videoandacht spricht Maike Ogrysek darüber, wie uns unser Leben fremd werden kann, wenn uns das Liebste genommen wird. Foto: privat

„Fremd erscheint auch Gott, wenn wir das Geschehen um Jesu Tod bedenken“, heißt es dazu in der Andacht. Das grausame Sterben auf dem Berg, den man Schädelstätte nennt. „Ein Ort voller hingerichteter Hoffnungen und Träume.“ Doch Gott habe es ernst gemeint mit seiner Hingabe für die Menschen am Kreuz. Er habe nie aufgehört, Gott zu sein. Und zugleich jeden Moment mit den Menschen geteilt. Er habe sich nicht herausgehalten aus der Welt. Wie um den Menschen zu zeigen, dass es möglich ist, zu leben und trotzdem zu scheitern.

„Gott habe es ernst gemeint mit dem Leben und mit seinen Konsequenzen. Bis dass der Tod uns scheidet war allerdings nicht sein Plan“, heißt es weiter in der Andacht. „Sein Tod ist gekommen. Er hat sich nicht entzogen. An diesem Holz hängt er.“ Ohne sein Kreuz hätten die Menschen nicht gewusst, dass er jeden Schritt mit ihnen geht. Ohne sein Kreuz hätten sie nicht gewusst, dass ihre Risse dazugehören. „Dass unser Zerrissensein, unser Fehlen und Scheitern uns nicht trennen. Nicht von ihm und seiner Liebe. Nicht von unserem Leben. Gott ist das Trotzdem“, erklärt Ogrysek.

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