GN-Videoandacht: „Kirche ist Zukunft“

„Kirche ist Zukunft“ ist ein Motto der Evangelischen Kirche in Deutschland, das auch in der vergangenen Woche bei der Synode der EKD eine Rolle spielte. Doch genau das würden viele Zeitgenossen bestreiten - steht doch Kirche vielmehr für ein Relikt der Vergangenheit und ewig Gestriges.

Pastor Simon de Vries erzählt, dass auch ihm immer wieder die Frage begegnet, warum er ausgerechnet in der Kirche arbeitet. Foto: privat

Pastor Simon de Vries erzählt, dass auch ihm immer wieder die Frage begegnet, warum er ausgerechnet in der Kirche arbeitet. Foto: privat

Pastor Simon de Vries erzählt, dass auch ihm immer wieder die Frage begegnet, warum er ausgerechnet in der Kirche arbeitet, wenn er innovativ und kreativ tätig sein will. Zum Teil können ihm seine Gesprächspartner nur schwer glauben, dass er wirklich Pastor ist. Auch wenn er mit Schülern in Kontakt kommt, trifft er wenige, die sich für einen kirchlichen Beruf interessieren. Dabei kann er selbst davon berichten, wie viele Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten sich ihm bieten. Er plädiert dafür, nicht nur auf den Sonntagmorgen-Gottesdienst zu schielen, sondern Kirche an vielen verschiedenen Stellen wahrzunehmen. Kirche ereignet sich für ihn auch im Besuch am Krankenbett, auf Freizeiten mit Jugendlichen oder in den vielen verschiedenen Kindertagesstätten in kirchlicher Trägerschaft.

Simon de Vries selbst arbeitet mit einem Teil seiner Stelle seit fast zwei Jahren in der Initiative „ZwischenZeit Nordhorn“, die einen Ort in den Räumen der ehemaligen Columbus-Apotheke gefunden hat (Kokenmühlenstraße). Auch dies ist ein Ort von Kirche, wo von digitalen Gebetsangeboten über Co-Working und Meditation bis hin zu Gesprächsformaten und neuen Gottesdienstformen vielfältige Angebote stattfinden, die vielleicht nicht immer auf den ersten Blick nach Kirche aussehen. Die Idee dieser Initiative besteht vor allem darin, neue Räume zu öffnen, die von den Menschen der Stadt gestaltet und bespielt werden können.