GN-Videoandacht: Das Große im Kleinen finden

Die Andacht zum Heiligabend von der reformierten Kirchengemeinde Nordhorn kommt heute aus der Bookholter Kirche. Pastorin Maike Ogrysek beschreibt, wie in Bethlehem, einem kleinen Punkt auf der Landkarte, einem Dorf am Straßenrand der Welt etwas Großes passiert. Damit rechnet man nicht – wer hätte erwartet, dass aus einem kleinen Kaff die Rettung der Welt kommt?

Pastorin Maike Ogrysek beschreibt, wie in Bethlehem, einem kleinen Punkt auf der Landkarte, einem Dorf am Straßenrand der Welt etwas Großes passiert. Foto: privat

Pastorin Maike Ogrysek beschreibt, wie in Bethlehem, einem kleinen Punkt auf der Landkarte, einem Dorf am Straßenrand der Welt etwas Großes passiert. Foto: privat

Die Sterndeuter sahen das Zeichen und gingen zuerst in die große Stadt Jerusalem, zum großen Palast des Königs, weil sie etwas Großes, Königliches erwarten. Aber dort finden sie es nicht. Der Stern leitet sie weiter bis zum kleinen unscheinbaren Dorf Bethlehem. Und dort finden Sie das Kind in der Krippe, in einer einfachen Scheune. Dieses Kind, selbst noch so klein und unscheinbar. Es wird uns als Erwachsener noch so oft die Augen öffnen für das Kleine am Straßenrand der Welt.

Nehmen wir die kleinen Momente wahr: Ein kleiner Punkt im Leben, ein kleiner Moment, eigentlich ein Nichts, und doch so voller Leben und darum so wunderbar groß. Ein Moment, den man am liebsten festhalten möchte. Weil er so ganz anders ist als der Rest der Zeit. Und weil er kurz vergessen lässt, was da draußen los ist. In so einem Moment fängt die Hoffnung an. Vergangenheit und Zukunft verschwimmen. Weil hier im kleinen Punkt das Größte durchscheint.