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03.06.2019, 13:32 Uhr

Fest der Kulturen am 15. Juni im Kloster Frenswegen

Das Fest der Kulturen am Sonnabend, 15. Juni, im Kloster Frenswegen soll erneut eindrücklich zeigen, welcher Reichtum an Kulturen in der Grafschaft zuhause ist.

Fest der Kulturen am 15. Juni im Kloster Frenswegen

Der Vorbereitungskreis des Fests hat ein großes Programm zusammengestellt. Foto: Püttmann

Nordhorn Das Programm des Fests der Kulturen im Innenhof des Klosters Frenswegen und in der Aula reicht von plattdeutscher Weltmusik von „Tortilla Flat“ über iranische Klänge von Mehran Melikzada bis zu syrischem Rap, vom Akkordeon- und Blasorchester der Musikschule über orientalischen Tanz von Daurat el Shams bis zu schottischer Dudelmusik der „City of Nordhorn Pipes and Drums“.

„Akoma“ und „Hau dat Fell“ bieten afrikanische Trommelmusik zum Zuhören und in einem Workshop auch zum Mitmachen. Für ein breites Repertoire sorgt außerdem eine Vielzahl von Chören mit dem Nordhorner Chor „La Lega“, dem Gesangs-Ensemble „Agitato“ und den Sängern von „JaPoRoGo“, die Jazz, Pop, Rock und Gospel zu Gehör bringen. Der Poetry Slam „Worte meistern“ findet zum zweiten Mal in der Aula statt. Mit der Band „Blue Goose Jazz“ aus Nordhorns niederländischer Partnerstadt Coevorden soll bei zwei Auftritten die schwungvolle Leichtigkeit des Jazz der 1920er- und 1930er-Jahre erklingen.

Auch die Tanzformation „In2Dance“ soll aufzeigen, dass die freundschaftliche Verflechtung der Kulturen über die Grafschaft hinaus reicht: Der Förderverein für Städtepartnerschaften trägt über die Esskultur zur Vielfalt des Festes bei. Köche aus Nordhorns Partnerstadt Rieti reisen an, um italienische Pasta zu kochen. Türkische und kurdische Küche, Speisen aus Syrien und dem Libanon, französische und polnische Leckereien, russische Gerichte und portugiesische Sardinen, Kuchen und Kaffee, Waffeln und Grafschafter Weggen, Cocktails und Bowle: Ein reichhaltiges Angebot an preisgünstigen Speisen wird an 35 Ständen vor dem Kloster und im Innenhof geben.

Der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe, das „Compass“-Haus, das DRK-Zentrum, politische Gruppierungen, die Stadt, Bildungseinrichtungen oder Amnesty International informieren über Arbeit und Angebote. Fair gehandelte Waren des Weltladens sind ein Bestandteil des Festes wie die Stände von Hilfsorganisationen, die sich für partnerschaftliche Entwicklungsarbeit engagieren, etwa der Aktionskreis Hilfe für Haiti oder der Förderverein Cajamarca/Peru. „Beim Fest der Kulturen kann so beides zusammenkommen“, meinen die Organisatoren: „Der unbeschwerte, faszinierte Genuss und die bewusste Verantwortlichkeit füreinander.“

Fest der Kulturen am 15. Juni im Kloster Frenswegen

Blick in den Innenhof des Klosters beim Fest der Kulturen im vergangenen Jahr. Foto: Prigge

Kinder und Familien werden vor dem Kloster besonders angesprochen: Mit Spielen aus aller Welt im Zelt von „Plan Deutschland“, mit dem Spielmobil des Kinderschutzbundes, mit kreativen Angeboten von Gilde-Art und der Kunstschule Städtische Galerie, mit Hüpfburg und Glücksrad, mit Polizeimotorrad und Wasserflipper der Jugendfeuerwehr, mit Klangschalen und Kinderschminken ist der Klostervorplatz gefüllt. In der Jurte erzählt Heike Koschnicke zwischen 14 und 15.15 Uhr Märchen, bevor ab 15.40 Uhr Trommelmusik das Zelt erfüllt und Pfadfinder vor der Jurte Stockbrot backen. Erstmals dabei sind der Gemeinschaftsgarten und die Feuerwehr Nordhorn, die eine Fahrzeugschau und eine Rettungsvorführung zeigt.

Im Kreuzgang sind Fotos der letzten Jahre ausgestellt, in denen Mitglieder von „FotoGraf“ die bunte Lebensfreude beim Fest der Kulturen festgehalten haben. Im Kaminraum bietet das Stadtmuseum „Geschichte und Geschichten“ aus der Textilstadt Nordhorn. Zum Nachdenken soll die Ausstellung „Asyl ist ein Menschenrecht“ anregen, die der Deutsche Gewerkschaftsbund im Seminarraum 6 und 7 zeigt.

Das Fest beginnt um 13 Uhr mit einer Gedenkminute für alle Flüchtlinge in der Nähe und in der Ferne. Danach wird der gesamte Innenhof ein Friedenslied anstimmen. Beendet wird das Fest gegen 18 Uhr.

Das jährliche Sommerfest des Arbeitskreises Flüchtlingshilfe war der Vorläufer des inzwischen 21. Festes der Kulturen. Beim ersten Sommerfest fanden sich vielleicht 30 Personen ein: „Inzwischen ist es mit bis zu 3000 Besuchern zu einem Magneten innerhalb des kulturellen Lebens in der Grafschaft geworden.“

Das detaillierte Programm ist auf der Homepage www.kloster-frenswegen.de einsehbar.

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