Grafschafter Nachrichten
08.03.2018

Exhibitionistische Handlung mit 1,4 Promille im Blut

Exhibitionistische Handlung mit 1,4 Promille im Blut

Ein 40-jähriger Nordhorner ist vom Amtsgericht Nordhorn verurteilt worden, weil er sich unter Alkohol einer Frau in exhibitionistischer Weise gezeigt hatte. Foto: Westdörp

Ein 40-jähriger Nordhorner ist vor dem Amtsgericht Nordhorn zu einer Geldstrafe in Höhe von 2400 Euro verurteilt worden: Er hatte sich mit einem Blutalkoholgehalt von 1,4 Promille einer Frau in exhibitionistischer Weise gezeigt.

bt Nordhorn. Dass Alkohol eine enthemmende Wirkung erzeugt, ist allgemein bekannt. Während einige Menschen lustig werden, erzeugt Alkoholgenuss bei anderen Aggressionen oder es kommt zu ungeahnten Reaktionen, wie zum Beispiel am 11. Oktober letzten Jahres bei einem 40-jährigen Nordhorner. Aufgrund familiärer Probleme hatte er reichlich Bier getrunken.

Vor einem Lokal in der Bahnhofstraße forderte er einen weiblichen Gast durch Gesten auf, rauszukommen. Als die Frau dieser Aufforderung nachkam, sah sie den Mann mit heruntergelassenen Hosen auf der anderen Straßenseite stehen. Noch bevor der Exhibitionist sich aus dem Staub machen konnte, hielten ihn andere Lokalbesucher fest, bis die Polizei eintraf.

Dieser Vorfall brachte dem Mann eine Anklage vor dem Einzelrichter ein. In seiner Vernehmung räumte der Angeklagte ein, dass es so gewesen sei, wie es in der Anklage geschildert wurde. Erklären konnte er seine Tat nicht. Auf Vorhalt von Richter Ratering räumte er ein, vor Jahren schon einmal wegen gleicher Taten verurteilt worden zu sein. Seine Neigung zu solchen Taten hat er normalerweise im Griff. Im vorliegenden Fall hatte er wohl „einen über den Durst getrunken“ und so kam es dann zu der angeklagten Tat, für die er sich zutiefst schämt.

Unter Berücksichtigung der Vorstrafe, des Geständnisses und der Tatsache, dass bei ihm ein Blutalkoholgehalt von 1,4 Promille gemessen wurde, beantragte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft, den Angeklagten zu einer Geldstrafe zu verurteilen. Diese sollte 2400 Euro betragen (60 Tagessätze zu je 40 Euro). Der Angeklagte stellte selbst keinen Antrag, sondern erklärte sich mit dem abschließenden Urteil, das dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprach, einverstanden.

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