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20.06.2019, 17:47 Uhr

EGN will den Blick für Menschlichkeit schärfen

Humanität umfasst das Streben nach Menschlichkeit, die auf die Würde und das Wohl der Menschen gerichtet ist. Doch was bedeuten diese großen Worte eigentlich in unserem alltäglichen Leben?

EGN will den Blick für Menschlichkeit schärfen

Die „humanitären Scouts“ vom EGN wurden in Hannover für ihr Engagement geehrt. Das Foto zeigt (von links) Matthias Finke, Merle Juschkat, Leah Marie van Ackeren, Anna-Marie Fonfara, Max Ridder, Lina Richter, Nihat Ordukaya mit Lehrkraft Carolin Wilde.Foto: privat

Nordhorn Dieser Fragen gingen die humanitären Scouts des Evangelischen Gymnasiums Nordhorn (EGN) in den vergangenen Wochen nach und wurden nun für ihr Engagement ausgezeichnet.

Um das Thema Humanität auch anderen begreifbar zu machen, organisierten die Elftklässler Anna-Marie Fonfara, Merle Juschkat, Lina Richter, Leah Marie van Ackeren, Nihat Ordukaya und Max Ridder zunächst ein umfangreiches Planspiel. Hierfür fuhren die sogenannten humanitären Scouts nach Einbeck, um unter der Leitung des Jugendverbandes des DRK alles über den Konflikt zwischen dem fiktiven Land Malea und seiner Provinz Lufar zu erfahren. Anschließend erarbeiteten sie in Nordhorn gemeinsam mit über 90 Jugendlichen einen Tag lang Lösungen für diesen Konflikt, um Möglichkeiten zur Bewahrung der Menschlichkeit auch in Krisenregionen von Entwicklungsländern auszuloten.

Da Humanität aber nicht nur international von Bedeutung ist, sondern auch im Kleinen vor Ort gelernt werden muss, organisierten die engagierten Schüler zusätzlich mit der Deutsche Knochenmarkspendedatei (DKMS) am EGN eine Aktion, bei der mit Hilfe von Speichelproben potenzielle Knochenmarkspender registriert wurden. Unter dem Motto „Mund auf. Stäbchen rein, Spender sein!“ nahmen Oberstufenschülerschüler, Lehrkräfte und Eltern daran teil, um einen Schritt gegen Blutkrebs zu unternehmen.

„Am Anfang hatten einige Teilnehmer Bedenken, aber nachdem wir sie über die Folgen der Erkrankung und eine mögliche Behandlung aufgeklärt hatten, haben sich fast alle, die durften, registrieren lassen“, resümierte die Mitinitiatorin Anna-Marie Fonfara.

Am vergangenen Freitag wurden die humanitären Scouts mit anderen Jugendlichen aus ganz Niedersachsen nun für ihr Engagement geehrt. Bei einer Zertifizierungsfeier im Kulturhaus Hannover wurden in einem feierlichen Rahmen die verschiedenen Projekte der teilnehmenden Schulen vorgestellt und ausgezeichnet. Kultusminister Grant Hendrik Tonne betonte in diesem Rahmen, dass Menschlichkeit in einer Zeit, in der extreme Kräfte Freiheit, Vielfalt und Demokratie bedrohen, gerade im Alltag gelebt werden muss. Das EGN will auch in den folgenden Jahren humanitäre Scouts ausbilden, um den Blick für Menschlichkeit zu schärfen.

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