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27.06.2019, 17:38 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

EGN-Jungforscher gewinnen erneut auf der „Ideen-Expo“

Auf der „Ideen-Expo“ in Hannover begeisterten die Teams des Evangelischen Gymnasiums Nordhorn (EGN) mit einem Sieg und einem zweiten Platz für ihre Forschungsprojekte.

Die Schülerinnen Lina Umbreit (links) und Lina Hüsemann (rechts) mit Moderator und „Ideen-Expo“-Botschafter Ranga Yogeshwar. Foto: privat

Die Schülerinnen Lina Umbreit (links) und Lina Hüsemann (rechts) mit Moderator und „Ideen-Expo“-Botschafter Ranga Yogeshwar. Foto: privat

Hannover/Nordhorn Eine Woche lang stellten die beiden Teams des EGN ihre Projekte den Besuchern auf der „Ideen-Expo“ vor. Zusammen mit ihren Lehrern arbeiteten sie ein Jahr lang an einem wissenschaftlichen Projekt, für das sie nun ausgezeichnet wurden.

Dass wir jederzeit Daten über uns preisgeben, ist dem ein oder anderen bewusst, wie schnell daraus jedoch ein Profil über uns erstellt werden kann, das wollten die sieben Mädchen des achten Jahrgangs des EGN auch anderen Jugendlichen klar machen. Dazu entwickelten sie seit Herbst letzten Jahres die App „Madakra“: „Marketing Daten Krake“ sammelt über angeklickte Werbung Informationen zum Alter, Geschlecht und Interessen des Benutzers. Dazu wurde eine Datenbank mit über 500 kategorisierten Bildern aufgebaut. Um Jugendliche zum Benutzen der App zu motivieren, wurde die Werbung in Spiele eingebettet, sodass dem Benutzer der App erst am Ende bewusst wird, dass neben dem Zocken auf dem Tablet auch ein Profil über den Nutzer erstellt wurde. Auf der „Ideen-Expo“ konnten 80 Prozent der Benutzer nach schon zehn bis 15 Werbeklicks zutreffend kategorisiert werden. Und diese Daten sind „digitales Gold“, mit dem die Benutzer im Internet für viele kostenlose Angebote bezahlen. Für ihre Arbeit wurde das einzige reine Mädchenteam mit dem zweiten Preis ausgezeichnet.

Das zweite Projekt des EGN beschäftigt sich mit der Verteilung dezentraler Energie. Dazu haben Schüler der Jahrgänge 10 und 11 ein Dorf mit vier Häusern gebaut, von denen jedes einzelne Haus Strom erzeugen kann, zum Beispiel über Fotovoltaik, Geothermie, Biogas sowie Windkraft, und auch verbraucht, zum Beispiel für Licht, Fernseher und dem Laden der Autobatterie. Erreicht bei einem Haus die Energieversorgung einen kritischen Stand, so kann von den anderen Häusern oder aus einem zentralen Speicher, der mit einer Wassersäule demonstriert wurde, Energie angefordert werden. Überschüssige Energie wird in den Speicher überführt. Besonders nachvollziehbar wurden diese Effekte durch LED-Bänder, welche die Stromlieferungen farblich-effektvoll simulierten. Besucher am Stand, wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne und Vertreter der CDU-Landtagsfraktion, stellten sich die Frage, wie eine Schülergruppe eine solche Leistung überhaupt selbstständig vollbringen kann, und brachten damit ihre Anerkennung zum Ausdruck. Das Projekt wurde am Ende der „Ideen-Expo“ dann auch mit dem ersten Platz des „Ideenfänger“-Wettbewerbs ausgezeichnet und setzte sich so gegen Projekte von Schülergruppen aus ganz Deutschland durch.

Ziel der „Ideen-Expo“ ist es, fundierte Wissensvermittlung mit einem hohen Spaßfaktor zu verbinden. Gerade junge Besucher können spannende Entdeckungen machen und bekommen so die Gelegenheit, Naturwissenschaften und Technik hautnah aus einer neuen Perspektive zu entdecken. Das breite Angebot an Themen auf der „Ideen-Expo“ bietet jungen Menschen einen Kompass zur persönlichen Berufsorientierung.

Hoher Besuch bei den EGN-Schülern (von links): Christian Kirberger, Kevin Wiesner und Christian Brockmann (rechts) mit Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Foto: privat

Hoher Besuch bei den EGN-Schülern (von links): Christian Kirberger, Kevin Wiesner und Christian Brockmann (rechts) mit Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Foto: privat

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