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06.05.2019, 16:27 Uhr

Das THW übt Stromausfall in der Euregio-Klinik

Stromausfall im Krankenhaus: Das war am vergangenen Sonnabend in der Nordhorner Euregio-Klinik zum Glück nur eine Übung des Technischen Hilfswerks (THW).

Das THW übt Stromausfall in der Euregio-Klinik

Mehr als schlauchdicke Kabel verlegen THW-Truppführer Kevin Ostenried (links) und Maschinist Patrick Strube, um die Nordhorner Krankenhaus-Radiologie mit Strom von Notstromaggregat „Gertrud“ zu versorgen. Foto: Ralf Kosse

Nordhorn Die Fachgruppen „Elektroversorgung“ der benachbarten THW-Ortsverbände Gronau und Nordhorn bekamen die Möglichkeit, das Radiologie-Zentrum mit ihren Notstromaggregaten zu versorgen.

Die Idee zur Übung hatte der Elektromeister Kevin ten Winkel von der Firma Vrielmann aus Nordhorn, die die Euregio-Klinik in den Themen Energie- und Notstromversorgung betreut. Das Krankenhaus ist problemlos in der Lage, die Systeme mit seinen Notstromerzeugern zu versorgen, doch aufgrund einer geplanten Wartung eines Hochspannungstrafos am Krankenhaus sollte für einen halben Tag der Strom in der Radiologie-Abteilung abgestellt werden. Statt einfach die Krankenhaus-Aggregate zu benutzen, boten die Euregio-Klinik und Firma Vrielmann dem THW an, dies für eine Übung zu nutzen. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass alle Sicherungssysteme im Krankenhaus versagen, würde wohl das THW zum Einsatz kommen.

Das THW übt Stromausfall in der Euregio-Klinik

Während des Betriebes der Notstromaggregate kontrolliert Maschinist Patrick Strube die Messwerte. Foto: Ralf Kosse

Die beiden THW-Fachgruppen setzten zwei Notstromerzeuger ein, die zusammengeschaltet werden können und dadurch über 300.000 Watt Strom erzeugen. Das reichte locker, um die Radiologie zu versorgen, in der zu dieser Zeit keine Patienten untersucht wurden. Jedoch waren über 100 Kilowatt Strom erforderlich, um alle Systeme am Laufen zu halten. Insbesondere die Helium-Kühlungen der MRT-Geräte durften nicht ausfallen, da sonst ein finanzieller Schaden entstanden wäre.

Das THW übt Stromausfall in der Euregio-Klinik

Mehr als schlauchdicke Kabel verlegen THW-Truppführer Kevin Ostenried (links) und Maschinist Patrick Strube, um die Nordhorner Krankenhaus-Radiologie mit Strom von Notstromaggregat „Gertrud“ zu versorgen. Foto: Ralf Kosse

Um 6 Uhr morgens verlegten die ehrenamtlichen Elektrofachkräfte des THW Anschlusskabel, die dicker als Gartenschläuche sind. Die Aggregate wurden verschaltet – beim Umschalten lief drinnen alles wie gewohnt, draußen tuckerten die Diesel-Aggregate im Regen, als wäre nichts passiert. Kevin ten Winkel zeigte sich gelassen: „Der Aufbau heute lief professionell, wie von Hilfsorganisationen wie dem THW gewohnt.“

„Das ist eine Truppe, auf die man sich verlassen kann“, so Michael Dierselhuis, Gruppenführer in Gronau. Am Nachmittag war die Wartung beendet und die THWler konnten ihre Technik wieder abbauen.

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