Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
20.07.2018, 16:39 Uhr

CDU unterstützt Klage der Stadt gegen DOC Ochtrup

Die Nordhorner CDU unterstützt die Klage der Stadt gegen das DOC Ochtrup. Die Ratsfraktion will bei Haushaltsgesprächen die Kosten diskutieren.

CDU unterstützt Klage der Stadt gegen DOC Ochtrup

Das Designer Outlet in Ochtrup darf sich weiter vergrößern. Foto: privat

Nordhorn Die Nordhorner CDU ist grundsätzlich dazu bereit, dass sich die Stadt an einer gemeinsamen Klage verschiedener Kommunen gegen das McArthurGlen Designer Outlet Ochtrup“ (DOC) beteiligt (die GN berichteten). „Wenn die aktuell in Auftrag gegebenen juristischen Gutachten zeigen, dass eine Klagebeteiligung der Stadt Nordhorn sinnvoll ist, werden wir dies natürlich unterstützen“, versichert Andre Mülstegen, Fraktions- und Stadtverbandsvorsitzender der CDU.

Nach einem langen Verfahren hat der Kreis Steinfurt am 5. Juli 2018 die Baugenehmigung für die Erweiterung des „McArthurGlen Designer Outlet Ochtrup“ (DOC) erteilt. Nachdem das Outlet im Jahr 2004 mit 5500 Quadratmetern eröffnete, wurde das Center zwischenzeitlich auf 11.000 Quadratmeter vergrößert, bis nun eine Erweiterung auf fast 20.000 Quadratmeter durchgeführt wurde. Das entspricht in etwa 50 Prozent der Verkaufsflächen in der Nordhorner City, ohne das Ringcenter.

„Wir sind davon überzeugt, dass die Erweiterung des DOC Ochtrup erhebliche Auswirkungen auf die umliegenden Gemeinden und insbesondere auf Nordhorn hat“, begründet Mülstegen die Bedenken. Bisher sind diese Sorgen jedoch aus Sicht der CDU nicht ausreichend gehört worden, sodass schlussendlich nur der Weg einer Klage bleibt. Erfolgschancen sieht die CDU deshalb, da Ochtrup als kleines Mittelzentrum mit einem solch großen Verkaufsangebot massiv über die eigentlichen Aufgaben als Mittelzentrum hinausgehe – zum Leidwesen aller umliegenden Kommunen, in denen Kaufkraft verloren geht.

Das Thema wird in den politischen Ausschüssen der Stadt schon länger diskutiert. So weist Reinhold Volken, ehemaliger Vorsitzender des Wirtschafts- und Tourismusausschusses darauf hin, dass schon am 4. April 2016 im Ausschuss gegen die Erweiterungspläne des DOC protestiert wurde.

„Von Kosten lassen wir uns jedoch nicht abschrecken“

„Nicht zuletzt im Interesse der Beschäftigten in den Innenstädten sind wir dazu verpflichtet, jede mögliche Chance vor Gericht zu verwenden“, sagt Mülstegen, der ferner ankündigt, dass schon im Rahmen der anstehenden Haushaltsgespräche darüber zu diskutieren sei, welche Klagekosten auf die Stadt Nordhorn zukommen könnten: „Von Kosten lassen wir uns jedoch nicht abschrecken, sofern Juristen uns gute Aussichten auf einen Gewinn der Klage bescheinigen. Wir sind davon überzeugt, dass die Erweiterung des DOC erhebliche Auswirkungen auf die Einkaufsstadt Nordhorn und den lokalen Handel haben kann und das wollen wir nicht hinnehmen.“ Die CDU verweist darauf, dass in gemeinsamer Kooperation mit den betroffenen Landkreisen und Gemeinden eine Kostenteilung erfolgen würde.

Orte

Karte

Newsletter
Nichts verpassen! Newsletter abonnieren.
Lesermeinung
Bitte melden Sie sich an, um Kommentare lesen und schreiben zu können.