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18.04.2019, 15:57 Uhr

Bundespolizei: Zivilcourage kann man lernen

Die Bundespolizei hat unlängst an zwei Tagen alle neunten Klassen der Freiherr-vom-Stein Oberschule eingeladen, sich intensiver mit dem Projekt Initiative für mehr Zivilcourage auseinanderzusetzen.

Bundespolizei: Zivilcourage kann man lernen

Für das Deeskalationstraining wurde bei dem Projekt an der Freiherr-vom-Stein Oberschule ein aufgebautes Busabteil als „Präventionsabteil“ als Kulisse eingesetzt. Foto: privat

Nordhorn „Der Begriff Zivilcourage bezieht sich typischerweise auf Situationen, in denen man trotz eines gewissen persönlichen Risikos für andere einsteht, die beleidigt, diskriminiert oder angegriffen werden“, heißt es dazu in dem Programm „Polizeiliche Kriminalprävention“: „Zivilcourage bedeutet in diesem Sinne nicht wegzuschauen, sondern einzugreifen. Wie man eingreift, kann individuell sehr verschieden sein.“

Intention des Projekts der Bundespolizei ist die Kriminal- und Gewaltprävention. Zivilcourage gilt dabei als wichtiges Instrument, welches Verhalten positiv verändern kann. In kritischen Situationen kann jeder Mensch, unabhängig von Alter, Geschlecht, Größe oder Körperbau, Hilfe leisten, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Mit einfachen Tipps für mehr Sicherheit schulten die Polizisten die Jugendlichen in ihren Verhaltensweisen in extremen oder auch scheinbar harmlosen Situationen. Existierende Kriminalität wurde realitätsnah nachgespielt und -empfunden.

Mit praktischen Regeln wie „Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen“, „Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf“, „Ich beobachte genau, präge mir Tätermerkmale ein“ oder „Ich organisiere Hilfe unter der Notrufnummer 110“ und Fragen wie zum Beispiel „Was geht’s mich an?“, „Was kann ich tun?“, „Gibt es da nicht andere, die für so etwas zuständig sind?“, entwickelten die Mädchen und Jungen gemeinsam mit den Beamten Rollenspiele oder stellten Alltagsszenen nach, die für auftretendes Gewaltpotenzial sensibilisieren sollten und außerdem Fragen nach unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten eröffneten.

Für das Deeskalationstraining fungierte ein aufgebautes Busabteil als „Präventionsabteil“, in dem Konfliktsituationen mit Gefahrenpotenzial konstruiert wurden. Die beiden Referenten, Hermann Lampen und Carsten Weidanz von der Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim vermittelten allen Teilnehmern adressatengerechte und anlassbezogene Verhaltenstipps, die Sicherheit im Alltag bieten sollen.

„Eine gelungene Veranstaltung, die nachhaltig zum Nachdenken und Handeln angeregt hat“, resümierte Alexandra Fox, Lehrerin und Koordinatorin für Schulprojekte und Öffentlichkeitsarbeit der Freiherr-vom-Stein Oberschule.

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