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31.03.2020, 12:10 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Berling: Keine Diskussion über Lockerung des Kontaktverbotes

In einem Schreiben an die Nordhorner bedankt sich Bürgermeister Thomas Berling für ein „vorbildliches Verhalten“ der Bürger. Gleichzeitig appelliert er, Kontaktbeschränkungen weiter ernst zu nehmen, da strengere Maßnahmen nicht ausgeschlossen seien.

Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling bezeichnet das Einhalten der Einschränkungen gegen die Corona-Ausbreitung in Nordhorn als vorbildlich. Archivfoto: Westdörp

Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling bezeichnet das Einhalten der Einschränkungen gegen die Corona-Ausbreitung in Nordhorn als vorbildlich. Archivfoto: Westdörp

Von David Hausfeld

Nordhorn Viele Nordhorner bangen in diesen Tagen um ihre berufliche Zukunft, erklärt Bürgermeister Thomas Berling in einem öffentlichen Schreiben an die Nordhorner. „Ihre Betriebe mussten die Arbeit aufgrund von Corona herunterfahren oder ganz einstellen.“

Nordhorn stundet Gewerbesteuerzahlungen

Die Stadt Nordhorn komme ihrer Verantwortung nach und leiste ihren Beitrag, indem sie örtlichen Unternehmen die Gewerbesteuerzahlungen stundet und über die städtische Wirtschaftsförderung eine intensive Beratung anbietet. „Wir alle können die lokalen Geschäfte außerdem dadurch unterstützen, dass wir auch in der Krise weiterhin lokal bei ihnen einkaufen und uns die Artikel nach Hause liefern lassen“, schreibt Berling. Daneben seien die ersten finanziellen Unterstützungsprogramme von Bund und Land inzwischen angelaufen.

Zahl der Covid-19-Patienten steigt in Klinik

Am Montag zählt der Landkreis Grafschaft Bentheim 87 bestätigte Corona-Fälle, davon allein 27 in Nordhorn. Bei dem ersten registrierten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus in der Grafschaft handelt es sich um einen Nordhorner, der laut Kreisverwaltung über 80 Jahre alt war und an einer Vorerkrankung litt. Bis auf wenige Ausnahmen haben Geschäfte und Gastronomie in der Nordhorner Innenstadt geschlossen, Straßen und öffentliche Plätze bleiben weitestgehend leer. Die Euregio-Klinik bestätigt am Montag gegenüber den GN, dass die Anzahl von zu behandelnden Covid-19-Patienten weiter steigt.

„Einschränkungen sind wichtig“

„Die vergangenen Wochen haben uns alle stark herausgefordert“, fasst Bürgermeister Berling zusammen. „Beinahe täglich gab und gibt es im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie neue Regeln, Verordnungen und Einschränkungen. Sie sind wichtig, um unser Gesundheitssystem zu entlasten und möglichst viele Menschenleben vor dieser neuen Krankheit zu schützen.“ Auf Vieles, was nicht alltäglich ist, müsse verzichten werden, darunter Ausflüge, Feiern und Reisen.

Nordhorner verhalten sich „vorbildlich“

Die Nordhorner Stadtgemeinschaft verhalte sich vorbildlich: Polizei, Landkreis und Ordnungsamt berichten von wenigen Verstößen. Berling sei froh, Bürgermeister in einer Stadt zu sein, in der die Bürger den „Ernst der Lage offensichtlich erkannt haben“. Berling: „Vielen Dank, dass Sie alle dazu beitragen!“ Auch denen, die derzeit Arbeiten um die gesundheitliche Versorgung, die Versorgung mit Lebensmittel und die Sicherheit aufrecht zu erhalten sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen, dankt der Bürgermeister.

Nordhorner sollen sich weiter an Maßnahmen halten

Berling weist dabei auch auf mögliche weitere Einschränkungen hin und mahnt, sich weiter streng an bestehende Maßnahmen zu halten. In den kommenden Tagen werde sich zeigen, ob die ausreichen, um die Ausbreitung des Corona-Virus stark genug zu verlangsamen. „Davon wird es abhängen, ob Bund und Länder gegebenenfalls weitere Verschärfungen der Kontaktbeschränkungen auf den Weg bringen“, schreibt Berling. Eine Diskussion über eine Lockerung der Maßnahmen mache im Moment „überhaupt keinen Sinn“.

„Gemeinsame Verantwortung“

Nordhorns Bürgermeister appelliert: „Bleiben Sie vorbildlich, bleiben Sie zu Hause und beachten Sie die Regeln!“ Nur so könne es gelingen, dass Gesundheitssystem nicht zu überlasten und die Ausbreitung des Virus langfristig zu verlangsamen. „Das bleibt unsere gemeinsame Aufgabe, unsere gemeinsame Verantwortung.“

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