Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
14.05.2018, 20:22 Uhr

Bau des Zughaltepunkts „Blanke“ beginnt

Wenn ab dem 9. Dezember der Personenzug wieder durch die Grafschaft rollt, können Fahrgäste auch in Nordhorn-Blanke ein- und aussteigen. In Höhe des früheren „Netto“-Markts an der Mathildenstraße entsteht ein neuer Haltepunkt mit großem Parkplatz.

Bau des Zughaltepunkts „Blanke“ beginnt

Das Gleis der Bentheimer Eisenbahn führt direkt am früheren „Netto“-Parkplatz an der Mathildenstraße vorbei. Dort soll bis Dezember der Zughaltepunkt „Blanke“ entstehen. Foto: Berends

Von Andre Berends

Nordhorn. Drei Jahre ist es her, dass der „Netto“ an der Mathildenstraße abgebrannt ist. Seitdem liegt das 4550 Quadratmeter große Grundstück brach. Die letzten Reste des Supermarkts – eine Rampe und die Bodenplatte – hat die Stadt, die seit 2016 Eigentümer der Fläche ist, entfernen lassen. An dieser Stelle soll in den kommenden Monaten der Zughaltepunkt „Blanke“ entstehen. Er wird ab dem 9. Dezember von den neuen Personenzügen angefahren, die auf ihrem Pendelweg zwischen Bad Bentheim und Neuenhaus die Kreisstadt kreuzen.

Die Bauarbeiten teilen sich in zwei Abschnitte auf. Die Stadt Nordhorn lässt den alten „Netto“-Parkplatz durch das Lingener Bauunternehmen Aubreville und Kirchhoff neu gestalten. Die Bentheimer Eisenbahn hingegen ist für den Bau des 110 Meter langen Bahnsteigs direkt am Gleis zuständig. Diese Arbeiten sollen zwischen Juli und Oktober erfolgen. Davor und danach kümmert sich die Stadt um den Parkplatz.

14.05.2018 Baubeginn der Haltestelle Blanke
Nordhorn. Der größte Stadtteil Nordhorns wird künftig auch einen eigenen Zughaltepunkt nutzen können. Welche Vorteile der gewählte Standort bringt und wann Züge auch an der Blanke halten, erklären Bürgermeister Thomas berling und Stadtbaurat Thimo Weitemeier.

Für das „Park & Ride“ sollen am Haltepunkt „Blanke“ in Zukunft bis zu 47 Autos abgestellt werden können. Für Fahrräder werden insgesamt 36 überdachte Abstellplätze geschaffen. Die Nutzung des Parkplatzes soll kostenlos sein, sagte Stadtbaurat Thimo Weitemeier am Montag bei der Vorstellung der Pläne. Aufgelockert werden soll die Parkfläche durch 17 Bäume. Außerdem werden 13 Stellflächen in Beete umgewandelt. Zehn LED-Laternen sollen auch bei Dunkelheit für gute Sichtverhältnisse am Haltepunkt „Blanke“ sorgen.

Eine der beiden Zufahrten zum jetzigen Gelände wird zu einer neuen Bushaltestelle umgebaut. Die andere Zufahrt bleibt erhalten mit einer schmalen Zuwegung für Autos und einem vergleichsweise breiten Raum für Fußgänger und Radfahrer. Der hintere Teil des Grundstücks, auf dem bis zum 3. April 2015 der „Netto“ stand, bleibt vorerst ungenutzt als Grünfläche und bietet die Möglichkeit, den Bahnhof eines Tages zu erweitern.

Gesamtkosten liegen bei 500.000 Euro

Die Kosten für die Umgestaltung des Parkplatzes liegen laut Bürgermeister Thomas Berling bei 300.000 Euro, die zu 75 Prozent von der niedersächsischen Landesnahverkehrsgesellschaft getragen werden. Die restlichen 25 Prozent teilen sich Stadt und Landkreis. Die Kosten für den Kauf des Geländes lagen bei rund 200.000 Euro.

Es sei sehr erfreulich, dass Nordhorns größter Stadtteil einen eigenen Haltepunkt bekomme, meinte Thomas Berling. Im direkten Einzugsgebiet lebten immerhin 10.000 Menschen. „Wir freuen uns, dass es jetzt losgeht – und dass es sichtbar wird“, sagte der Bürgermeister. Derzeit werde das Streckennetz auch an anderen Stellen im Stadtgebiet ertüchtigt. Thimo Weitemeier hofft, dass die Anzahl der Stellplätze auch langfristig ausreicht. Der Parkplatz übernehme nicht nur für den neuen Haltepunkt, sondern auch den Stadtteil an sich eine Funktion – zum Beispiel bei Sportveranstaltungen auf dem Eintracht-Gelände oder beim Schützenfest.

Bau des Zughaltepunkts „Blanke“ beginnt

Die Pläne stellten am Montag (von links) Stadtbaurat Thimo Weitemeier, Bürgermeister Thomas Berling, Gisela Snieders (Aufsichtsrat Bentheimer Eisenbahn) sowie Birgit Glahe und Martin Heuvel von der Abteilung für Straßenbau und Verkehr der Stadt Nordhorn vor. Foto: Berends

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte

Karte

Lesermeinung
Bitte melden Sie sich an, um Kommentare lesen und schreiben zu können.