25.08.2020, 17:14 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

De Ridder: „Heikos Backstube ist Bäckerei mit Verantwortung“

Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder informierte sich in Heikos Backstube. Foto: Büro De Ridder

Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder informierte sich in Heikos Backstube. Foto: Büro De Ridder

Nordhorn Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder war mit der SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Petra Alferink zu Gast in der Nordhorner Bäckerei und Konditorei „Heikos Backstube“. Sie kam mit dem Bäcker- und Konditormeister Heiko Horstmeyer und seiner Ehefrau Gabriele ins Gespräch. Horstmeyers Betrieb umfasst drei Filialen und hat zwölf Beschäftigte. De Ridder lobte das soziale und gesellschaftliche Engagement des Betriebs und freut sich über die Wahrnehmung der sozialen Anliegen während der Corona-Krise, den Beitrag zur gesunden Ernährung und die gelungene Integrationsleistung für Geflüchtete der Horstmeyers.

Im Gespräch ging es darum, wie der Betrieb die Corona-Krise überwunden hat, da sich viele Ältere zu Beginn nicht mehr zum Einkauf getraut haben; inzwischen florieren auch Brötchen-Bringdienste, bei denen „SocialDistancing“ gewahrt werden kann. Auch hier hat sich das Bäckerehepaar den veränderten Bedingungen angepasst; seine Brötchen kann man inzwischen an die Haustür geliefert bekommen, weil es mit einem Bringdienst zusammen arbeitet. Das tägliche Brot frisch zu erwerben und direkt in der Bäckerei zu kaufen, veranlasse viele Menschen, wenigstens für kurze Einkäufe den Fuß vor die Tür zu setzen, freut sich Heiko Horstmeyer. Dass der Laden nur mit Mundschutz betreten werden darf, darauf achtet das Konditorehepaar peinlich genau. Und dass ein Schwätzchen über die Ladentheke so zwar ein wenig ungewohnt stattfindet, aber dennoch möglich ist, beobachten die SPD-Politikerinnen mit großem Wohlwollen. Für Heiko Horstmeyer ist das selbstverständlich: „Abstand halten, Mundschutz, Hygieneregeln, wir halten uns nur an die Spielregeln – es soll niemand krank werden.“ Gerade mit diesen Umgangsformen dürfe man nicht nachlässig werden, schließlich sei der Kauf von Brot und Kuchen ein unverzichtbares Erlebnis für die eigene Lebensqualität. Deshalb hoffen die Horstmeyers auf einen regen Betrieb und eine Wiederbelebung der Innenstadt: Verunsicherung mache sich breit, da eine weitere Corona-Welle befürchtet werde, was zu einer Grundskepsis beim Einkauf in der Innenstadt führe und dies die ohnehin in der Krise befindliche Bäckerei enorm belaste.

Zudem hat sich der Bäckermeister zum Ziel gesetzt, schlechte Ernährungsgewohnheiten zu unterbinden. Das Brot des Bäckers, das in der Backstube nebenan gebacken wird, ist eben kein Massenprodukt wie das aus dem Supermarkt und deshalb völlig zu Recht besonders beliebt, davon ist Gabriele Horstmeyer überzeugt. Brot als Erzeugnis unterliege bestimmten Ernährungsmoden, erfahren die SPD-Politikerinnen; von Chia-Samen-Broten rät der Bäckermeister ab: Viel zu teuer seien diese und schon aufgrund der langen Importwege nicht nachhaltig zu produzieren. Auch seien sie ernährungstechnisch keineswegs besser als heimische Saaten wie Leinsamen oder Sesam.

De Ridder lobte die Verwendung regionaler Erzeugnisse sowie die Stärkung der bewussten Ernährung durch den Betrieb: „Ich begrüße es sehr, dass Heiko und Gabriele Horstmeyer zur gesunden Ernährung raten und die Stärkung regionaler Produktion betonen. Deshalb freut es mich, dass wir mit den Horstmeyers zwei engagierte Unternehmer in der Region haben, die einen starken Beitrag für die Gemeinschaft leisten“, erklärt Dr. Daniela De Ridder. Grund zur Freude haben De Ridder und Alferink bei ihrem Besuch in Heikos Backstube auch aus einem weiteren Grund, denn die Horstmeyers haben sich auch der Integration von Geflüchteten verschrieben: „Es freut mich, dass hier zwei Geflüchtete beschäftigt werden, die ihr Heimatland Syrien gegen eine neue Heimat eintauschen mussten. Es ist ein hoffnungsvolles Signal, dass es intensive Bemühungen um Beschäftigung und Integration in diesem Betrieb gibt“, bekräftigt De Ridder abschließend.

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