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07.08.2019, 14:58 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Autorenpaar veröffentlicht Kriminalroman mit Regionalbezug

Eine Leiche im Moor, ein schottischer Pensionär und der unkonventionelle Schüttorfer Victor van Vals sind die Protagonisten der zweiten Erzählung „Gut Hermannsheide“ des Klausheider Autorenpaars Roswitha Casimir und Roger Harrison.

Das Autorenpaar Roswitha Casimir und Roger Harrison lebt in Klausheide.Foto: Stork

Das Autorenpaar Roswitha Casimir und Roger Harrison lebt in Klausheide.Foto: Stork

Nordhorn Im vergangenen Jahr hatten sie als bisherige Sachbuchautoren ihre erste Kriminalgeschichte „Das Dilemma“ veröffentlicht, die in dem fiktiven Grafschafter Ort namens Hermannsheide spielt.

Angestoßen durch einen Leichenfund im Moor verfolgt der Leser den eigenwilligen Lebensweg des Schüttorfers durch zwei Weltkriege. Seitdem er als Kind hörte, wie Politiker und Wissenschaftler seine Heimat als „Armenhaus der Nation“ bezeichneten, ist er von dem Willen geprägt, ein Mustergut zu errichten, um die bäuerlichen Betriebe bei der Urbarmachung der als unfruchtbar geltenden Heidelandschaft und der moorigen Feuchtbodengebiete seiner Heimat zu unterstützen. Im Zweiten Weltkrieg erlebt seine zwanzigjährige Tochter Marie einen Bombenangriff auf das Gut und die Besetzung der Grafschaft und des Emslands, bis sie in den Nachkriegswirren spurlos verschwindet.

Was ist mit ihr geschehen? Warum wird der schottische Neubürger Jahrzehnte später unvermittelt mit ihrem Verschwinden in Zusammenhang gebracht, welches Rätsel umgibt ihn und seine Herkunft? Erst knapp siebzig Jahre nach Kriegsende lösen sich die Geschehnisse Schritt für Schritt auf und offenbaren spektakuläre Familiengeheimnisse.

Neben Schüttorf und dem fiktiven Hermannsheide, das zwischen Nordhorn und Bentheim an der niederländischen Grenze liegt, spielt der Roman in Wietmarschen/Lohne, Lingen, der niederländischen Region Twente sowie Münster und Berlin. Auch dieses Mal sind die Autoren ihrem Vorsatz treu geblieben, sich von dem herkömmlichen Strickmuster der Regionalkrimis abzusetzen, dabei aber auf Lokalkolorit und Naturidylle der Region nicht zu verzichten.

Die frei erfundene Geschichte ist in eine Reihe realer geschichtlicher Ereignisse eingebettet, spannt sich der Erzählbogen doch von der Jahrhundertwende über zwei Weltkriege bis hin zur Nachkriegszeit, in der die Grafschaft von britischen und polnischen Truppen besetzt war. Handlung, Figuren sowie einige Ortschaften sind vollständig der Fantasie der Autoren entsprungen, auch wenn die Bezeichnung „Gut Hermannsheide“ nicht zufällig gewählt wurde.

„Die Grafschaft Bentheim und das Emsland geben so viel an interessanten Grundlagen und Anstößen her“, meinen die Autoren, „dass aus den Geschichten eine Trilogie werden soll. Wir arbeiten bereits am dritten und letzten Band, der aller Voraussicht nach im Herbst 2020 erscheinen, ‚Mörder!‘ heißen und in der Nachkriegszeit bis in die 1960er-Jahre angesiedelt sein soll.“

Die Bücher sind inhaltlich zusammenhängend, enthalten jedoch jeweils in sich abgeschlossene Erzählungen, um sie unabhängig voneinander und in beliebiger Reihenfolge lesen zu können.

Roswitha Casimir und Roger Harrison: „Gut Hermannsheide“, 289 Seiten, erschienen im BoD-Verlag Norderstedt, ISBN 978-3-7460-3360-0. Zuvor erschienen ist Band eins „Das Dilemma“, 264 Seiten, ISBN 978-3-7481-3076-5, Bände sind auch als Kindle-eBook erhältlich.

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